Rechner für steuerliche Ansässigkeit
183 Tage sind etwa 6 Monate. Doch Georgien zählt sie über beliebige 12 Monate am Stück, Spanien über das Kalenderjahr, und im Vereinigten Königreich beginnt das Jahr am 6. April. Geben Sie Ihre Reisedaten ein: Der Rechner zeigt, wo Sie heute und zum 31. Dezember steuerlich ansässig sind.
183-Tage-Rechner
Rechner für die steuerliche Ansässigkeit: die 183-Tage-Regel nach Daten
183 Tage sind ungefähr 6 Monate. Finanzämter zählen aber Tage, nicht Monate, und jedes Land hat seinen eigenen Kalender. Wählen Sie ein Land und geben Sie Ihre Daten ein: Der Rechner zeigt Ihren Status heute und zum Jahresende, genauer als Ihre Erinnerung an diesen einen Flug nach Istanbul.
Das Zählen nach Daten braucht JavaScript. Unten stehen dieselben Regeln nach Ländern.
Der Steuerstatus kommt nicht mit einem Aufenthaltstitel und lässt sich nicht per Antrag ändern. Er wird am Kalender gezählt, und ein einziger Tag kann den Satz ändern: In Deutschland ist unbeschränkt steuerpflichtig, wer hier einen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, also zeitlich zusammenhängend mehr als sechs Monate im Land ist (§§ 8 und 9 der Abgabenordnung). Der Rechner oben prüft Ihre Daten nach den Regeln von 146 Ländern; unten stehen dieselben Regeln als Text.
Wie viele Monate sind 183 Tage
183 Tage sind ein halbes Jahr plus ein paar Tage. Wer am 1. Januar ankommt und bleibt, erreicht den 183. Tag am 2. Juli, in einem Schaltjahr am 1. Juli.
Der Haken: Finanzämter zählen Kalendertage, keine Monate, und jede Reise unterbricht die Zählung. Drei Wintermonate, zwei Wochen im Mai und ein Sommer außerhalb ergeben kein halbes Jahr, sondern eine genaue Zahl, die man leicht um ein, zwei Tage verfehlt. Deshalb fragt der Rechner nach Daten, nicht nach Eindrücken.
Wie die Tage für die steuerliche Ansässigkeit gezählt werden
Einig sind sich die Länder nur bei einer Schwelle von etwa einem halben Jahr. Alles andere – den Zeitraum, die Regel für den Einreisetag, die Bindungen an das Land – entscheidet jedes Land selbst. Der Rechner kennt vier Zählweisen.
| Wie die Tage gezählt werden | Länder |
|---|---|
| Über beliebige 12 Monate am Stück | Russland, Kasachstan, Georgien, Serbien, Vereinigte Arabische Emirate, Portugal, Lettland, Estland, Bulgarien, Brasilien |
| Über das Kalenderjahr | Belarus, Armenien, Spanien, Zypern, Polen, Tschechien, Italien, Frankreich, Thailand, Singapur |
| Über ein Steuerjahr mit eigenem Beginn | Vereinigtes Königreich – ab 6. April, Australien – ab 1. Juli, Indien, Hongkong und Sri Lanka – ab 1. April |
| Keine Tageregel | Niederlande und Mexiko: Wohnung, Familie und Arbeit entscheiden |
Gleitende 12 Monate sind tückischer als das Kalenderjahr. Ein halbes Jahr hier und ein halbes Jahr dort über den Jahreswechsel ergeben oft 183 Tage in einem Fenster, das Dezember und Januar umfasst.
Wie der Rechner Tage zählt: zwei Zählweisen
Für Länder mit gleitendem Zeitraum, etwa Russland, zeigt der Rechner zwei Zahlen. Die erste sind die Tage in den letzten 12 Monaten: Arbeitgeber und Broker bestimmen danach den Satz zu jedem Zahlungstag. Die zweite sind die Tage im Kalenderjahr: Danach legt das Finanzamt den endgültigen Status zum 31. Dezember fest.
Beispiel Deutschland: Wer am 12. März 2026 auszieht, die Wohnung aufgibt und sich abmeldet, ist ab dem Wegzug nicht mehr unbeschränkt steuerpflichtig. Maßgeblich sind Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt, nicht eine Tageszahl im Kalenderjahr; die Abmeldung erfolgt binnen zwei Wochen nach dem Auszug.
Was sich für Nichtansässige in Russland ändert, steht auf der Seite Steuern in Russland und im Beitrag über steuerlich nicht Ansässige in Russland.
Wo die Schwelle nicht bei 183 Tagen liegt
183 Tage sind die häufigste Schwelle, aber nicht die einzige. Einige Länder zählen auf eigene Art, und gerade dort passieren die meisten Fehler.
| Land | Schwelle |
|---|---|
| Paraguay | mehr als 120 Tage im Kalenderjahr |
| Thailand | 180 Tage im Kalenderjahr |
| Malaysia | 182 Tage im Kalenderjahr |
| Zypern | 60 Tage mit Arbeit und Wohnung auf der Insel und ohne Ansässigkeit anderswo |
| Vereinigte Arabische Emirate | 90 Tage mit Aufenthaltsvisum und Wohnung oder Arbeit im Land |
| Vereinigtes Königreich | ab 16 Tagen bei Bindungen an das Land: Familie, Wohnung, Arbeit |
| Schweiz | 30 Tage mit Arbeit oder 90 Tage ohne |
| Norwegen | mehr als 270 Tage in beliebigen 36 Monaten |
| Irland | 280 Tage über dieses und das vergangene Jahr |
| Indien | 182 Tage oder 60 Tage bei 365 Tagen in den vorangegangenen 4 Jahren |
| Saudi-Arabien | 30 Tage mit ständiger Wohnung im Land |
| Japan | ein Jahr Aufenthalt ohne Unterbrechung oder eine Adresse in Japan |
| Panama | mehr als 183 Tage in diesem oder im vergangenen Jahr |
| Mauritius | 183 Tage oder 270 Tage über drei Steuerjahre |
| Südafrika | mehr als 91 Tage in jedem von 6 Jahren und mehr als 915 Tage in den vorangegangenen 5 |
| Philippinen | Tage entscheiden nicht: Ein Ausländer ist ansässig, wenn er dort lebt und nicht nur durchreist |
| Kenia | 183 Tage oder im Schnitt mehr als 122 Tage über drei Jahre |
| Vereinigte Staaten | 183 Tage nach einer Dreijahresformel; Staatsbürger und Inhaber einer Daueraufenthaltskarte brauchen keine Tage |
Es gibt auch Fallen in die andere Richtung. In Deutschland, Tschechien und Estland macht eine eigene oder gemietete Wohnung ansässig, in Lettland ein angemeldeter Wohnsitz. Tage spielen dort unter Umständen gar keine Rolle. Namibia hat überhaupt keine Tageregel: Es entscheidet der gewöhnliche Aufenthalt.
Und manche Länder haben gar keine Einkommensteuer für Privatpersonen. In Kuwait, Bahrain, Brunei, auf den Bahamas, in Vanuatu, St. Kitts und Nevis sowie Antigua und Barbuda zahlen Privatpersonen keine Steuer auf Löhne oder Kapitalanlagen. Tage muss man dort nicht zählen: Der Rechner zeigt, wie Sie die Ansässigkeit nachweisen und welche Abgaben trotzdem anfallen.
Steuer auf Kursgewinne, Dividenden und Krypto nach Ländern
Die Ansässigkeit bestimmt mehr als die Steuer auf Ihr Gehalt. Sie legt fest, wie viel Sie beim Verkauf von Aktien, bei Dividenden und bei Krypto verlieren: Ein Ansässiger der Vereinigten Arabischen Emirate zahlt 0 %, ein Ansässiger Frankreichs 31,4 % auf denselben Gewinn.
Der Rechner zeigt diese Sätze im Ergebnis für das gewählte Land. Unten steht eine Übersichtstabelle für alle 146 Länder im Rechner, die meistgefragten zuerst.
Um ganze Länder zu vergleichen – wo ausländische Einkünfte steuerfrei sind, welche Vergünstigungen neue Ansässige erhalten und wo es keine Erbschaftsteuer gibt –, siehe Steuern beim Umzug 2026.
Hier arbeitet die Zeit buchstäblich für den Anleger. In Deutschland ist Krypto nach mehr als einem Jahr Haltedauer steuerfrei verkäuflich, in Serbien sind Aktien und Wohnungen nach 10 Jahren steuerfrei. Die Türkei lässt ausländische Einkünfte neuer Ansässiger 20 Jahre unbesteuert, Israel die von Neueinwanderern 10 Jahre, und Georgien und die Vereinigten Arabischen Emirate besteuern sie überhaupt nicht.
Auch Europa hat Vorteile für Neuankömmlinge. Zypern erspart Zugezogenen 17 Jahre lang die Steuer auf Dividenden und Zinsen, und das Vereinigte Königreich lässt die ausländischen Einkünfte neuer Ansässiger 4 Jahre unbesteuert. In der Schweiz verkauft ein Privatanleger Aktien und Krypto steuerfrei, in Tschechien nach 3 Jahren Haltedauer.
Auch außerhalb Europas gibt es Spielraum. Hongkong besteuert weder Dividenden noch Kursgewinne, solange Sie anlegen und nicht handeln. Uruguay gewährt neuen Ansässigen 11 Jahre ohne Steuer auf ausländische Kapitalerträge, und Thailand hat Krypto, das über lizenzierte thailändische Börsen verkauft wird, bis Ende 2029 steuerfrei gestellt.
Manche Länder gehen den umgekehrten Weg. Die Niederlande besteuern eine fiktive statt der tatsächlichen Rendite: Das Finanzamt unterstellt Aktien und Krypto 6 % im Jahr. Norwegen erhebt zu seinen 37,84 % auf Dividenden eine jährliche Vermögensteuer, während sich in Slowenien Geduld auszahlt: Aktien und Immobilien sind nach 15 Jahren steuerfrei verkäuflich.
Null Steuer auf Kapitalanlagen gibt es nicht nur in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Singapur, Monaco, Katar und Saudi-Arabien besteuern einen Privatanleger weder auf Dividenden noch auf Aktienverkäufe. Malaysia befreit ausländische Einkünfte bis 2036, während Oman ab 2028 eine Steuer von 5 % auf Einkommen über etwa 110.000 $ einführt – die erste am Persischen Golf. Auf Inseln im Pazifik und in der Karibik ist die Null noch häufiger: Nauru und die Marshallinseln besteuern Löhne und Geschäfte, aber keine privaten Kapitalerträge, und Grenada besteuert nur örtliche Einkünfte und lässt Dividenden in Ruhe.
Anderswo versteckt sich die Steuer im Kleingedruckten. Luxemburg lässt Aktien und Krypto schon nach 6 Monaten steuerfrei, und Liechtenstein besteuert keine Dividenden, rechnet aber jedes Jahr fiktive 4 % Ihres Vermögens dem Einkommen zu. In Südkorea bleibt Krypto per Gesetz bis 2027 unbesteuert, und Indien nimmt 30 % von Kryptogewinnen ohne Verlustverrechnung.
In Amerika hängt die Steuer auf Kapitalanlagen oft davon ab, woher das Geld kommt. Panama und Costa Rica besteuern nur örtliche Einkünfte: Ausländische Dividenden und im Ausland verkaufte Aktien bleiben steuerfrei. Ebenso El Salvador, Nicaragua und Honduras, und El Salvador lässt zudem den Tausch von Bitcoin unbesteuert. Die Dominikanische Republik lässt ausländische Kapitalerträge in den ersten zwei Jahren in Ruhe, Chile besteuert die ausländischen Einkünfte eines Ausländers drei Jahre lang nicht, und Barbados besteuert Ansässige ohne örtliches Domizil nur auf das, was auf der Insel genutzt wird. Kanada rechnet die Hälfte eines Kursgewinns dem Einkommen zu, und Kolumbien nimmt 15 % auf Gewinne aus Vermögen, das zwei Jahre oder länger gehalten wurde.
In Afrika ist die Spanne noch größer. Mauritius besteuert keine Gewinne aus Wertpapieren und Krypto und ausländische Einkünfte erst, wenn das Geld auf die Insel kommt. Ägypten erhebt statt einer Steuer auf Gewinne aus börsennotierten Aktien eine Stempelsteuer von 0,05 % auf das Geschäft, und Cabo Verde nimmt beim Verkauf von Immobilien oder Anteilen nur 1 % des Preises. Südafrika rechnet 40 % eines Gewinns dem Einkommen zu, Marokko nimmt 15 % auf Gewinne aus börsennotierten Aktien, und Namibia besteuert weder Gewinne noch die Dividenden eines Ansässigen.
Die Sätze gelten für einen Privatanleger ohne Geschäftsbetrieb. Einzelheiten zu jedem Land stehen auf unseren Steuerseiten: Folgen Sie dem Ländernamen in der Tabelle oder dem Link im Ergebnis des Rechners.
Wie Sie die steuerliche Ansässigkeit bestätigen
Ihren Status bestätigt eine Ansässigkeitsbescheinigung. Sie stellt die Steuerbehörde des Landes aus: in Deutschland das Finanzamt, in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Föderale Steuerbehörde, auf Zypern das Steueramt. Banken, Broker und Ihr bisheriges Land brauchen sie, damit Sie nicht doppelt Steuern zahlen.
Das Gesetz verbietet nicht, den Antrag selbst zu stellen. Doch Fehler kosten mehr: eine Ablehnung wegen unvollständiger Tageszählung, doppelte Ansässigkeit ohne Abkommen zwischen den Ländern, Ihr bisheriges Land verlangt Steuern für das ganze Jahr. Die Begleitung durch Murblz nimmt Ihnen diese Risiken ab: Wir zählen die Tage nach den Regeln beider Länder, sammeln die Nachweise, beschaffen die Bescheinigung und bereiten Meldungen über ausländische Konten und Firmen vor. Wir garantieren professionelle Arbeit und einen transparenten Ablauf und in den meisten Fällen ein Ergebnis beim ersten Antrag. Die Kosten der Begleitung berechnet ein Berater im Chat.
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Häufige Fragen
Wie viele Monate sind 183 Tage?
Zählen An- und Abreisetag als Tage im Land?
Werden 183 Tage über das Kalenderjahr oder über 12 Monate gezählt?
Kann ich gleichzeitig in zwei Ländern steuerlich ansässig sein?
Kann ich in gar keinem Land steuerlich ansässig sein?
Macht mich ein Aufenthaltstitel oder eine Staatsbürgerschaft steuerlich ansässig?
Was, wenn mir nur wenige Tage bis zur Schwelle fehlen?
Welches Land besteuert die Kapitalanlagen eines Ansässigen nicht?
Wird Krypto bei einem steuerlich Ansässigen besteuert?
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