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Steuern in Slowenien 2026

Von den 3.513 €, die eine Firma für einen Beschäftigten ausgibt, kommen 1.869 € bei ihm an. Dividenden kosten dagegen 25 %, und der Verkauf von Aktien oder einer Wohnung nach 15 Jahren Besitz kostet 0 %. Wir behandeln alle Steuern Sloweniens für 2026: Tarif, Beiträge, Einzelunternehmer, Firmen, Mehrwertsteuer, Immobilien, Kryptowährung und das Abkommen mit Deutschland.

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16–50 %Einkommensteuer, fünf Stufen des Tarifs
22 %Körperschaftsteuer bis 2028 und Regelsatz der Mehrwertsteuer
0 %Steuer auf Veräußerungsgewinne nach 15 Jahren Besitz
Steuern in Slowenien 2026

Kurz gesagt: In Slowenien ist Verdienen teuer und Besitzen günstig. Gehälter werden nach einem Tarif bis 50 % besteuert, mit Beiträgen ohne Obergrenze, während Dividenden, Zinsen und Mieten außerhalb des Tarifs mit 25 % besteuert werden. Firmen zahlen 22 % auf den Gewinn (bis Ende 2028), die Mehrwertsteuer beträgt 22 %. Ein Selbstständiger mit Pauschalabzügen gibt etwa 4 % des Umsatzes bis 60.000 € ab, zahlt aber Beiträge ab 651 € im Monat. Unten stehen die Sätze für 2026, ein Gehaltsbeispiel und was das Interventionsgesetz ändert, falls es das Referendum übersteht.

Steuersätze in Slowenien 2026: die Kurzfassung

Arbeit wird in Slowenien hoch besteuert, Kapital niedrig. Bei einem hohen Gehalt nimmt der Staat bis zu 50 % Einkommensteuer und zusätzlich etwa 39 % Beiträge, aufgeteilt zwischen Beschäftigtem und Arbeitgeber. Dividenden, Zinsen und Gewinne aus Aktien werden separat mit 25 % besteuert, und wer einen Vermögenswert länger als 15 Jahre hält, zahlt auf den Gewinn gar keine Steuer. Zum Vergleich: Das benachbarte Kroatien hat einen niedrigeren Spitzensteuersatz, Ungarn einen einheitlichen Satz von 15 %.

SteuerSatz 2026Worauf und wer zahlt
Einkommensteuer16 %, 26 %, 33 %, 39 %, 50 %Gehalt, Unternehmenseinkünfte, Renten; Ansässige zahlen auf das Welteinkommen
Beiträge des Beschäftigten22,1 % plus 1 % für LangzeitpflegeVom Bruttogehalt einbehalten, ohne Obergrenze
Beiträge des Arbeitgebers16,1 % plus 1 % für LangzeitpflegeZusätzlich zum Gehalt gezahlt
Pauschaler Gesundheitsbeitrag39,36 € im MonatJede versicherte Person, Betrag seit 1. März 2026
Körperschaftsteuer22 %Firmen, befristet 2024–2028; der Regelsatz beträgt 19 %
Dividenden, Zinsen, Miete25 %Abgeltungsteuer, außerhalb des Jahrestarifs
Veräußerungsgewinnevon 25 % bis 0 %Der Satz sinkt alle 5 Jahre Besitz, nach 15 Jahren 0 %
Mehrwertsteuer22 %, 9,5 %, 5 %Registrierung ab mehr als 60.000 € Umsatz in 12 Monaten Pflicht
Einzelunternehmer mit Pauschalabzügenetwa 4 % des Umsatzes bis 60.000 €80 % des Umsatzes gelten als Ausgaben, 20 % Steuer auf den Rest
Steuer auf Immobilienverkäufe2 %Weiterverkäufe; auf Neubauten fällt Mehrwertsteuer an
Erbschaften und Schenkungen0 % oder 5–39 %Kinder und Ehepartner zahlen nichts, andere je nach Verwandtschaftsgrad

Sätze, Schwellen und Freibeträge für 2026 veröffentlicht die Finanzverwaltung Sloweniens, die zugleich Steuerbehörde und Zoll ist. Beträge sind in Euro angegeben: Slowenien gehört seit 2007 zum Euroraum. Vergleichen können Sie auf der Seite Steuern nach Ländern.

Ein separates Änderungspaket hat das Parlament am 11. Mai 2026 beschlossen: das Gesetz über Interventionsmaßnahmen zur Entwicklung Sloweniens. Es senkt die Steuer auf Mieteinnahmen auf 15 %, führt eine Obergrenze für Beiträge ein und hebt die Schwellen für Einzelunternehmer an. Gegner haben Unterschriften für ein Referendum gesammelt, und bis zur Abstimmung ist das Gesetz nicht in Kraft. Unten zeigen wir überall die Regeln, die jetzt gelten.

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Wer in Slowenien steuerlich ansässig ist

Ansässig in Slowenien werden Sie aus einem von vier Gründen, die Staatsbürgerschaft spielt keine Rolle. Das Einkommensteuergesetz nennt einen im Land angemeldeten ständigen Wohnsitz, den gewöhnlichen Aufenthalt, den Mittelpunkt der persönlichen und wirtschaftlichen Interessen und einen Aufenthalt von mehr als 183 Tagen im Kalenderjahr.

Am heikelsten ist der erste Grund. Für eine Aufenthaltserlaubnis melden Sie eine Adresse an, und von diesem Moment an sieht die Steuerbehörde Sie als Ansässigen, auch wenn Sie den Großteil des Jahres in einem anderen Land verbringen. Häufig ist auch der umgekehrte Fall: Eine Familie zieht mit einer Aufenthaltserlaubnis um, verbringt mehr als ein halbes Jahr in Slowenien und muss schon ab dem ersten Jahr ihr Welteinkommen erklären, einschließlich der Miete aus einer Wohnung im Ausland und der Dividenden ausländischer Firmen.

  • Ansässige zahlen Einkommensteuer auf alle Einkünfte, egal wo sie erzielt werden.
  • Nichtansässige zahlen nur auf Einkünfte aus slowenischen Quellen.
  • Ein Streit zwischen zwei Ländern über die Ansässigkeit wird nach dem Doppelbesteuerungsabkommen entschieden: ständige Wohnstätte, Mittelpunkt der Lebensinteressen, gewöhnlicher Aufenthalt, Staatsbürgerschaft – in dieser Reihenfolge.

Beispiel: Eine Familie lebt in Ljubljana, während der Hauptverdiener ein halbes Jahr in einem anderen Land arbeitet und dort eine Wohnung mietet. Eine ständige Wohnstätte gibt es in beiden Ländern, also entscheidet der Mittelpunkt der Lebensinteressen: wo Familie, Kinder und das Hauptvermögen sind. In einem solchen Fall gilt höchstwahrscheinlich Slowenien als Ansässigkeitsstaat, und das ausländische Gehalt muss dort erklärt werden, mit Anrechnung der ausländischen Steuer.

Um nicht mehr ansässig zu sein, reicht einfaches Wegziehen nicht. Sie müssen die Adresse abmelden, den Mittelpunkt der Interessen verlagern und von der Steuerbehörde einen Bescheid über den Status als Nichtansässiger erhalten. Ohne das kommen weiterhin jedes Frühjahr vorläufige Steuerbescheide. Mehr zur 183-Tage-Regel in unserem Artikel über Steueransässigkeit und die 183-Tage-Regel.

Steuerliche Ansässigkeit in Slowenien: wie Sie ansässig werden und die Tage zählen

Das slowenische Steuerjahr ist das Kalenderjahr, die Schwelle liegt bei mehr als 183 Tagen Aufenthalt. Doch das Zählen der Tage kommt oft zu spät: Ein angemeldeter ständiger Wohnsitz macht Sie ansässig, bevor irgendein Kalender es tut.

Zwei weitere Gründe sind der gewöhnliche Aufenthalt und der Mittelpunkt der persönlichen und wirtschaftlichen Interessen: wo die Familie lebt, wo die Arbeit ist, wo das Hauptvermögen liegt. Ansässige zahlen 16 % bis 50 % auf das Welteinkommen, Nichtansässige nur auf slowenische Einkünfte.

Das Gesetz hindert Sie nicht, den Status selbst zu bestätigen. Fehler kosten aber mehr: Eine vergessene Adressanmeldung erzeugt noch lange nach dem Umzug in ein anderes Land Steuerbescheide, und ein übersehenes Jahr der Ansässigkeit wird zur Steuernachzahlung mit Zinsen. Die Begleitung durch Murblz nimmt diese Risiken: Wir zählen die Tage, prüfen die Anmeldung, bereiten die Abmeldung vor und besorgen die Ansässigkeitsbescheinigung. Wir garantieren professionelle Arbeit und einen transparenten Ablauf, in den meisten Fällen mit Ergebnis bei der ersten Einreichung.

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183-Tage-Rechner

Rechner für die steuerliche Ansässigkeit für Slowenien

Geben Sie Ihre Reisedaten ein: Der Rechner zeigt für Slowenien, ob Sie heute und zum Jahresende steuerlich ansässig sind und wie viele Tage bis zur Schwelle bleiben.

Das Zählen nach Daten braucht JavaScript. Unten stehen dieselben Regeln nach Ländern.

Einkommensteuer in Slowenien: der Tarif 2026

Der Satz von 50 % beginnt bei einer jährlichen Bemessungsgrundlage von knapp über 82.000 €. Die Schwellen für 2026 wurden indexiert, sodass die Steuer bei gleichem Gehalt etwas niedriger ist als vor einem Jahr.

Jährliche Bemessungsgrundlage, €Steuer
bis 9.721,4316 %
9.721,43–28.592,441.555,43 plus 26 % des Betrags über 9.721,43
28.592,44–57.184,886.461,89 plus 33 % des Betrags über 28.592,44
57.184,88–82.346,2315.897,40 plus 39 % des Betrags über 57.184,88
über 82.346,2325.710,33 plus 50 % des Betrags über 82.346,23

Die Bemessungsgrundlage ist das Einkommen abzüglich der Beiträge des Beschäftigten und der persönlichen Freibeträge. Der allgemeine Freibetrag für 2026 beträgt 5.551,93 €. Liegt das Jahreseinkommen unter 17.766,18 €, wird der Freibetrag nach einer Formel erhöht, und beim Mindestlohn verschwindet die Steuer fast ganz.

Freibetrag für 2026€ im Jahr
Allgemein5.551,93
Erstes Kind2.995,83
Zweites Kind3.256,77
Drittes Kind5.432,02
Kind mit besonderem Pflegebedarf10.856,24
Beschäftigte unter 291.443,50
Rentner über 701.665,58

In den Tarif fließen nur aktive Einkünfte: Gehalt, Rente, Unternehmenseinkünfte nach tatsächlichen Ausgaben, Honorare. Passive Einkünfte – Dividenden, Zinsen, Miete, Veräußerungsgewinne – werden separat mit 25 % besteuert und bleiben außerhalb der Jahresveranlagung. Deshalb zahlt ein Firmeninhaber mit 200.000 € Dividenden 25 %, ein angestellter Geschäftsführer mit demselben Betrag fast doppelt so viel.

Freibeträge stehen Ansässigen in voller Höhe zu. Nichtansässige aus einem Land der Europäischen Union erhalten sie, wenn mindestens 90 % ihres Einkommens in Slowenien besteuert werden. Nichtansässige aus Ländern außerhalb der Europäischen Union erhalten keine Freibeträge: Die Steuer wird auf das ganze Gehalt berechnet.

Lohnsteuer in Slowenien: ein Rechenbeispiel

Von je 100 €, die eine Firma für einen Beschäftigten mit 3.000 € Gehalt ausgibt, kommen etwa 53 € auf dessen Konto an. Der Rest geht an die Rentenkasse, die Krankenversicherung, die Pflegekasse und den Haushalt. Das durchschnittliche Bruttogehalt im Land lag 2025 bei 2.536,03 €, der Mindestlohn liegt 2026 bei 1.481,88 €.

BeitragBeschäftigterArbeitgeber
Rente und Invalidität15,50 %8,85 %
Krankenversicherung6,36 %6,56 %
Arbeitslosigkeit0,14 %0,06 %
Elternversicherung0,10 %0,10 %
Arbeitsunfälle–0,53 %
Langzeitpflege, seit 1. Juli 20251,00 %1,00 %
Insgesamt23,10 %17,10 %

Eine Obergrenze für Beiträge gibt es nicht: Sie werden auf ein Gehalt von 20.000 € genauso gezahlt wie auf 2.000 €. Zusätzlich zu den Prozenten zahlt jede versicherte Person einen pauschalen Gesundheitsbeitrag von 39,36 € im Monat. Bei Beschäftigten behält ihn der Arbeitgeber ein, Einzelunternehmer zahlen ihn direkt.

Rechenbeispiel: 3.000 € im Monat, ohne Kinder

Posten€
Bruttogehalt3.000,00
Beiträge des Beschäftigten, 23,1 %693,00
Allgemeiner Freibetrag für den Monat462,66
Bemessungsgrundlage1.844,34
Einkommensteuer: 16 % auf die ersten 810,12 und 26 % auf den Rest398,52
Pauschaler Gesundheitsbeitrag39,36
Nettogehalt1.869,12
Beiträge des Arbeitgebers, 17,1 %513,00
Gesamtkosten für die Firma3.513,00

Die monatliche Berechnung ist eine Vorauszahlung: Am Jahresende berechnet die Steuerbehörde die Steuer nach dem Jahrestarif neu und schickt eine Nachforderung oder eine Erstattung. Mit steigendem Einkommen wächst der Anteil des Staates schnell. Bei 6.000 € brutto liegt das Nettogehalt bei etwa 3.450 €, während die Firma für den Beschäftigten 7.026 € zahlt.

Zum Vergleich: Österreich hat einen höheren Spitzensteuersatz, besteuert aber das dreizehnte und vierzehnte Gehalt begünstigt, während Slowenien für solche Zahlungen keine Sonderregel kennt.

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Wie viel Steuer eine Familie in Slowenien zahlt: drei Rechenbeispiele

Zwei Kinder sparen einer Familie in Slowenien bei 4.000 € Gehalt etwa 150 € Steuer im Monat. Unten stehen drei typische Situationen von Zuziehenden, berechnet nach Tarif und Freibeträgen für 2026. Das sind Rechenbeispiele, keine fertige Antwort für Ihre Familie.

SituationSteuern und Beiträge im Jahr, €Was bleibt
Gehalt 4.000 € im Monat, zwei KinderBeiträge 11.088, Steuer 5.556, Gesundheitsbeitrag 472etwa 2.574 € netto im Monat
Gleiches Gehalt ohne KinderBeiträge 11.088, Steuer 7.375, Gesundheitsbeitrag 472etwa 2.422 € netto im Monat
60.000 € Dividenden einer ausländischen Firma, 15 % im Ausland einbehaltenSlowenien berechnet 15.000, rechnet 9.000 an, Nachzahlung 6.00051.000 €, ohne Beiträge
Selbstständiger mit 50.000 € UmsatzSteuer 2.000, Mindestbeiträge etwa 7.812etwa 40.000 € vor persönlichen Ausgaben

Der Abstand zwischen Gehalt und Dividenden ist riesig. Ein Beschäftigter mit 48.000 € im Jahr gibt mehr als ein Drittel ab, ein Rentier mit 60.000 € Dividenden ein Viertel, und auf Dividenden erhebt Slowenien keine Beiträge. Deshalb mögen Familien mit Kapital Slowenien, Familien, die von einem einzigen hohen Gehalt leben, dagegen nicht.

Körperschaftsteuer, Dividenden und Mehrwertsteuer in Slowenien

Von 100.000 € Firmengewinn kommen beim Inhaber 58.500 € an: Die Körperschaftsteuer nimmt 22 %, die Dividendensteuer weitere 25 %. Der Regelsatz für Firmen beträgt 19 %, wurde aber nach den Überschwemmungen im August 2023 für 2024–2028 auf 22 % angehoben. Zum Vergleich: Die Körperschaftsteuer beträgt in Serbien 15 % und in Ungarn 9 %.

Regel2026
Körperschaftsteuer22 % bis Ende 2028, danach 19 %
Dividenden an eine Privatperson25 % an der Quelle einbehalten, abgeltend
Dividenden an eine andere Firmaunter üblichen Bedingungen zu 95 % befreit
Verkauf von Anteilen durch eine Firma47,5 % des Gewinns befreit bei einer Beteiligung ab 8 %, die 6 Monate gehalten wurde
Vergünstigung für Forschung und Entwicklung100 % der Kosten mindern die Bemessungsgrundlage
Vergünstigung für Ausrüstung und Digitalisierung40 % der Investition mindern die Bemessungsgrundlage
Obergrenze für alle Vergünstigungen und Verlustvorträgehöchstens 63 % der Bemessungsgrundlage des Jahres
Bewirtungskostenzu 50 % abziehbar

Die Obergrenze von 63 % wirkt wie eine versteckte Mindeststeuer: Wie viel eine Firma auch investiert, mindestens 37 % des Gewinns werden trotzdem besteuert. Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung wird mit einem Kapital ab 7.500 € gegründet. Wie das in der Praxis abläuft, steht auf der Seite Firmengründung in Slowenien, ein Konto dafür im Bereich Geschäftskonten in Slowenien.

Welche Mehrwertsteuer Slowenien erhebt

Der Regelsatz beträgt 22 %. Der ermäßigte Satz von 9,5 % gilt für Lebensmittel, Medikamente, Hotels, Personenbeförderung und Wohnraum in den Grenzen der Sozialpolitik: Wohnungen bis 120 Quadratmeter und Häuser bis 250. Der Satz von 5 % umfasst Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, auch elektronische.

Mehrwertsteuer2026
Sätze22 %, 9,5 %, 5 %
PflichtregistrierungUmsatz über 60.000 € in 12 Monaten
Ausländische Firma ohne Niederlassung in Slowenienab dem ersten steuerpflichtigen Umsatz
MeldezeitraumMonat; Quartal bei Umsatz bis 210.000 € und ohne Geschäfte innerhalb der Europäischen Union
Verkäufe an Käufer in anderen Ländern der Europäischen Unionüber 10.000 € im Jahr die Mehrwertsteuer des Käuferlandes über die einheitliche Anlaufstelle

Finanz- und Versicherungsleistungen sind von der Mehrwertsteuer befreit; stattdessen gelten separate Steuern von 8,5 %. Das Interventionsgesetz senkt die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel auf 5 %, doch auch diese Maßnahme wartet auf das Referendum.

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Was eine slowenische Firma jedes Jahr einreicht

Eine slowenische Firma reicht ihren Jahresabschluss bis zum 31. März bei der Agentur für öffentliche Register ein und zugleich die Körperschaftsteuererklärung bei der Steuerbehörde. Ein Restbetrag ist innerhalb von 30 Tagen nach der Einreichung zu zahlen.

  • Vorauszahlungen auf die Körperschaftsteuer werden monatlich gezahlt, wenn die monatliche Vorauszahlung 400 € übersteigt, sonst vierteljährlich.
  • Das Gehalt des Geschäftsführers wird wie jedes andere besteuert: Tarifsteuer und Beiträge. Ein Inhaber, der die Firma leitet und nicht anderweitig versichert ist, zahlt Beiträge mindestens auf die Mindestbemessungsgrundlage.
  • Geschäfte mit nahestehenden Personen – Darlehen an den Inhaber, Leistungen der ausländischen Firma des Inhabers – werden mit Marktpreisen verglichen, und zu niedrig ausgewiesener Gewinn wird nachberechnet.
  • Verdeckte Gewinnausschüttung, etwa private Ausgaben des Inhabers, die die Firma bezahlt, wird als Dividende mit 25 % besteuert.

Der günstigste Weg, Geld aus einer Firma zu entnehmen, sind meist Dividenden: 22 % auf den Gewinn und 25 % auf die Ausschüttung, ohne Beiträge. Ein hohes Geschäftsführergehalt kostet wegen des Tarifs bis 50 % und der Beiträge ohne Obergrenze fast immer mehr. Die Fachleute von Murblz finden die passende Struktur für Ihre Einkünfte.

Steuern für Einzelunternehmer und Selbstständige in Slowenien

Ein Selbstständiger mit 50.000 € Umsatz im Jahr zahlt in Slowenien 2.000 € Einkommensteuer, also 4 % des Umsatzes. So funktioniert die Regelung mit Pauschalabzügen: Ohne Belege behandelt der Staat 80 % des Umsatzes als Ausgaben und besteuert den Rest mit 20 %. Die Beiträge kosten mehr: Bei demselben Umsatz betragen sie mindestens etwa 7.800 € im Jahr.

Seit 2026 funktioniert die Regelung anders. Pauschalabzüge gelten nur für die ersten 60.000 € Umsatz, und die Steuer hat eine zweite Stufe.

BedingungHaupttätigkeitNebentätigkeit neben einer Anstellung
Einstieg möglich bei Vorjahresumsatzbis 120.000 €bis 50.000 €
Pauschalabzüge80 % des Umsatzes bis 60.000 €, darüber 0 %
Steuersatz20 % auf eine Bemessungsgrundlage bis 72.000 €, darüber 35 %20 % auf eine Bemessungsgrundlage bis 33.000 €, darüber 35 %
Ausstieg aus der Regelungdurchschnittlicher Umsatz zweier Jahre über 120.000 €durchschnittlicher Umsatz zweier Jahre über 50.000 €
Mindestbeiträge651,04 € im Monat seit 1. März 2026, einschließlich Gesundheitsbeitragzahlt größtenteils der Arbeitgeber

Rechenbeispiel für 100.000 € Umsatz: Anerkannt werden 48.000 € Ausgaben (80 % der ersten 60.000 €), die Bemessungsgrundlage beträgt 52.000 €, und 20 % Steuer ergeben 10.400 €, also 10,4 % des Umsatzes. Beiträge werden auf eine Bemessungsgrundlage von mindestens 60 % des Durchschnittsgehalts mit zusammen 40,2 % berechnet, einschließlich Langzeitpflege, plus pauschaler Gesundheitsbeitrag. Bei hohem Einkommen steigt die Bemessungsgrundlage mit dem Vorjahresgewinn, das Maximum liegt bei 3.607,57 € Beiträgen im Monat.

Wie man zwischen den Regelungen wählt: Liegen die tatsächlichen Ausgaben – Büromiete, Ausrüstung, Subunternehmer – unter 80 % des Umsatzes, gewinnen Pauschalabzüge fast immer. Liegt der Umsatz über 60.000 € und wächst, steigt die Steuer auf jeden zusätzlichen Euro stark, und es lohnt sich, die Buchführung nach tatsächlichen Ausgaben mit einer eigenen Firma zu vergleichen. Wählen Sie die Regelung also mit Spielraum für Wachstum, nicht aufgrund eines einzigen guten Jahres.

Die Steuer in dieser Regelung ist abgeltend: Kinderfreibeträge gelten dafür nicht. Die Alternative ist die Buchführung nach tatsächlichen Ausgaben, bei der der Gewinn nach dem allgemeinen Tarif von 16 % bis 50 % mit Freibeträgen besteuert wird. Bei einem Umsatz über 100.000 € lohnt es sich, eine dritte Variante zu berechnen: eine eigene Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit 22 % auf den Gewinn, 25 % auf Dividenden und einem bescheidenen Geschäftsführergehalt.

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Steuervergünstigungen für Zuziehende in Slowenien: Fachkräfte, Nomaden, Technologiebranche

Slowenien hat eine einzige Sonderregel für Zuziehende, und sie ist bescheiden: 7 % des Gehalts bleiben fünf Jahre lang außerhalb der Bemessungsgrundlage. Sie wurde am 1. Januar 2025 eingeführt, und alle Bedingungen müssen gleichzeitig erfüllt sein.

  • Unter 40 bei Arbeitsbeginn.
  • Keine slowenische Ansässigkeit und keine slowenischen Einkünfte aus Anstellung oder Geschäft in den zwei Vorjahren.
  • Ein Arbeitsvertrag, der mindestens das Doppelte des landesweiten Durchschnittsgehalts garantiert – 2026 sind das mehr als 5.000 € brutto im Monat.
  • Die Vergünstigung gilt bis zu fünf aufeinanderfolgende Jahre.

Rechenbeispiel für 6.000 € brutto im Monat: Die Ersparnis beträgt etwa 1.700 € im Jahr, rund 140 € im Monat. Das ist weit weniger als in Italien, wo die Hälfte der Einkünfte zuziehender Arbeitskräfte steuerfrei ist.

Wer zieht umWas mit den Steuern passiert
Fachkraft unter 40 mit doppeltem Durchschnittsgehalt7 % des Gehalts 5 Jahre außerhalb der Bemessungsgrundlage, der Rest nach dem allgemeinen Tarif
Beschäftigte ohne VergünstigungTarif von 16 % bis 50 % plus 23,1 % Beiträge
Selbstständige mit Aufenthaltserlaubnismeist Pauschalabzüge: etwa 4 % des Umsatzes bis 60.000 € plus Beiträge ab 651 € im Monat
Digitale Nomadenkeine steuerliche Sonderregel; ansässig nach 183 Tagen oder mit Interessenmittelpunkt im Land
Inhaber einer slowenischen Firma22 % auf den Gewinn, 25 % auf Dividenden
Rentier mit ausländischen Dividenden25 % in Slowenien mit Anrechnung der ausländischen Steuer

Die Aufenthaltserlaubnis für digitale Nomaden bringt keine Steuervorteile: Die Steuerbehörde prüft die Ansässigkeit nach den allgemeinen Regeln. Für viele Nomaden lohnt es sich, die Ansässigkeit in einem Land mit einheitlichem Steuersatz zu behalten und weniger als ein halbes Jahr in Slowenien zu verbringen.

Für Technologiefirmen gibt es keine Sonderregel; es gelten die allgemeinen Vergünstigungen für Forschung und Digitalisierung innerhalb der Obergrenze von 63 %. Eine Nullsteuer auf einbehaltene Gewinne wie in Estland kennt Slowenien nicht.

Welche Steuern ein Rentner in Slowenien zahlt

Eine Rente ist in Slowenien Teil des Jahreseinkommens und wird nach dem allgemeinen Tarif besteuert, Rentner über 70 erhalten einen zusätzlichen Freibetrag von 1.665,58 € im Jahr. Eine kleine Rente bleibt dank des allgemeinen Freibetrags, der bei einem Jahreseinkommen unter 17.766,18 € steigt, oft fast steuerfrei.

Eine Rente aus einem anderen Land, die ein in Slowenien Ansässiger bezieht, wird ebenfalls in Slowenien besteuert, mit Anrechnung der im Ausland gezahlten Steuer. Eine Rente aus der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung bleibt in Deutschland beschränkt steuerpflichtig, soweit das Abkommen Deutschland das Besteuerungsrecht lässt; zuständig ist das Finanzamt Neubrandenburg.

Wer als Rentner zu den Kindern zieht, sollte vorab berechnen, ob er ansässig wird, und die Steuer in Slowenien mit der Steuer am jetzigen Wohnort vergleichen. Manchmal ist es besser, weniger als 183 Tage im Jahr in Slowenien zu verbringen und keinen ständigen Wohnsitz anzumelden.

Steuern auf Immobilien, Erbschaften, Anlagen und Kryptowährung

Eine Wohnung in Ljubljana, die 16 Jahre nach dem Kauf verkauft wird, bringt überhaupt keine Steuer auf den Veräußerungsgewinn. Wird dieselbe Wohnung nach drei Jahren verkauft, gehen 25 % des Gewinns an den Staat. Je länger Sie einen Vermögenswert halten, desto niedriger die Steuer – das ist das wichtigste Geschenk des slowenischen Systems an geduldige Anleger.

HaltedauerSteuer auf den Gewinn
bis 5 Jahre25 %
5 bis 10 Jahre20 %
10 bis 15 Jahre15 %
über 15 Jahre0 %

Die Regel gilt für Aktien, Beteiligungen, Fondsanteile und Immobilien. Der Verkauf einer Wohnung, in der der Verkäufer mindestens drei Jahre angemeldet war und gelebt hat, wird unabhängig von der Haltedauer nicht besteuert.

Kauf, Vermietung und Besitz einer Immobilie

SituationSteuer 2026
Kauf einer Bestandsimmobilie2 % des Preises, gesetzlich zahlt der Verkäufer
Kauf eines Neubaus vom BauträgerMehrwertsteuer von 9,5 % in den Grenzen der Sozialpolitik, sonst 22 %
Vermietung25 % der Einnahmen nach 10 % Pauschalausgaben, abgeltend
Besitzkommunale Grundstücksabgabe und Grundsteuer von 0,10 % bis 1,00 % des Werts der Immobilie
Verkaufvon 25 % bis 0 % je nach Haltedauer; eigene Wohnung nach 3 Jahren – 0 %

Grundsteuer zahlen nur wenige: Der Wert von 160 Quadratmetern des Familienhauses wird von der Bemessungsgrundlage abgezogen, und Eigentümer von Neubauten sind 10 Jahre befreit. Bürger von Ländern außerhalb der Europäischen Union dürfen Immobilien nur auf Grundlage der Gegenseitigkeit kaufen, deshalb halten solche Käufer die Immobilie meist über eine slowenische Firma; Bürger der Europäischen Union, auch Deutsche, kaufen ohne diese Einschränkung. Mehr auf der Seite Anlageimmobilien in Slowenien.

Erbschaften, Autos und Kryptowährung

Kinder, Enkel und Ehepartner zahlen keine Erbschaft- oder Schenkungsteuer. Eltern, Brüder und Schwestern zahlen 5 % bis 14 %, Großeltern 8 % bis 17 %, alle anderen 12 % bis 39 %. Bei der ersten Zulassung eines Autos in Slowenien wird eine einmalige Steuer in Prozent des Preises je nach Kohlendioxidausstoß erhoben: Für ein Elektroauto ist sie minimal.

Der Gewinn einer Privatperson aus dem Verkauf von Kryptowährung wird 2026 nicht besteuert, sofern es keine gewerbliche Tätigkeit ist. Die Regierung brachte 2025 einen Gesetzentwurf für eine Steuer von 25 % ein, doch im November 2025 wurde er von der Tagesordnung des Parlaments genommen und nicht beschlossen. Regelmäßiger Handel in großem Umfang und das Schürfen von Kryptowährung werden als Unternehmenseinkünfte besteuert.

Was Nichtansässige zahlen und wie Doppelbesteuerungsabkommen wirken

Auf Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren aus Slowenien zahlt eine nichtansässige Privatperson 25 %, eine ausländische Firma 15 %. Ein Doppelbesteuerungsabkommen senkt den Satz, aber nur, wenn beim Zahlenden vorab ein Formular zur Bestätigung der Ansässigkeit eingereicht wurde. Ohne dieses wird der volle Satz einbehalten, und die Differenz wird später über die Steuerbehörde erstattet.

Das Gehalt eines Nichtansässigen für Arbeit in Slowenien wird nach dem allgemeinen Tarif besteuert, Bürger von Ländern außerhalb der Europäischen Union erhalten keine Freibeträge. Ein Auftraggeber, der eine Privatperson nach einem Dienstvertrag bezahlt, zahlt zusätzlich zur Einkommensteuer eine Sondersteuer von 25 %. Zahlungen für Beratungs-, Werbe- und Rechtsleistungen an Firmen in Ländern außerhalb der Europäischen Union mit einer Körperschaftsteuer unter 12,5 % unterliegen einem Einbehalt von 15 %.

LandDividendenZinsenLizenzgebührenStand 2026
Kein Abkommen25 % / 15 %25 % / 15 %25 % / 15 %Privatpersonen / Firmen
Russland10 %10 %10 %Russland hat seit dem 8. August 2023 den Großteil des Abkommens ausgesetzt
Belarus5 %5 %5 %Belarus hat die Artikel über Dividenden, Zinsen und Veräußerungsgewinne bis Ende 2026 ausgesetzt
Ukraine5 % oder 15 %5 %5 % oder 10 %in Kraft
Deutschland5 % oder 15 %5 %5 %in Kraft
Serbien5 % oder 10 %10 %5 % oder 10 %in Kraft

Wurde die Steuer zum vollen Satz einbehalten, lässt sich die Differenz zurückfordern: Bei der Steuerbehörde wird ein Erstattungsantrag zusammen mit einer Ansässigkeitsbescheinigung des eigenen Landes eingereicht. Je früher er eingereicht wird, desto leichter lassen sich die Unterlagen beim Zahlenden beschaffen. Bei regelmäßigen Zahlungen ist es besser, das Formular einmal vorab einzureichen, als jedes Jahr Geld zurückzufordern.

Slowenien hat etwa 60 Abkommen, darunter mit allen Ländern der Europäischen Union, den Vereinigten Staaten, der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Georgien, Armenien und Moldau. Mit Kirgisistan und Tadschikistan gibt es keine Abkommen.

Das Abkommen mit Deutschland

Zwischen Deutschland und Slowenien gilt das Doppelbesteuerungsabkommen vom 3. Mai 2006, anzuwenden seit 1. Januar 2007, ergänzt durch das Protokoll vom 17. Mai 2011. Als Bürger der Europäischen Union leben Deutsche ohne Aufenthaltstitel in Slowenien.

Die unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland endet erst, wenn Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt aufgegeben sind; die Abmeldung erfolgt binnen zwei Wochen nach dem Auszug. Mit Russland gilt das Abkommen von 1995 dagegen nur zur Hälfte, seit Russland am 8. August 2023 die Artikel 5 bis 23 und 25 aussetzte; Slowenien rechnet russische Steuer weiter an.

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Wann Sie in Slowenien Erklärungen einreichen und Steuern zahlen

Die meisten Beschäftigten in Slowenien müssen keine Erklärung ausfüllen: Die Steuerbehörde schickt einen vorläufigen Bescheid für das Vorjahr. Stimmen die Zahlen, ist nichts zu tun – nach 15 Tagen wird er endgültig. Ist er bis zum 15. Juni nicht eingetroffen, reichen Sie bis zum 31. Juli selbst eine Erklärung ein.

WasFrist
Vorläufiger Einkommensteuerbescheidkommt bis zum 31. März oder bis zum 31. Mai; Einspruch innerhalb von 15 Tagen
Erklärung, wenn kein Bescheid kambis zum 31. Juli
Veräußerungsgewinne aus Aktien und Beteiligungen, Zinsenbis zum 28. Februar für das Vorjahr
Verkauf einer Immobilieinnerhalb von 15 Tagen nach dem Geschäft
Jahreserklärung eines Einzelunternehmers oder einer Firmabis zum 31. März
Mehrwertsteuererklärungbis zum letzten Arbeitstag des Monats nach dem Zeitraum
Steuer und Beiträge auf das Gehaltam Zahltag, zahlt der Arbeitgeber

Bußgelder für nicht eingereichte Erklärungen legt das Steuerverfahrensgesetz fest: für Privatpersonen etwa 290–450 $, für Einzelunternehmer 900–12.000 $, für Firmen 1.400–17.000 $, für mittlere und große Firmen bis 34.000 $. Eine freiwillige Berichtigung hilft, ein Bußgeld zu vermeiden: eine geänderte Erklärung vor Beginn einer Prüfung und Zahlung der Steuer mit Zinsen.

Die gesamte Kommunikation mit der Steuerbehörde läuft über ihr elektronisches Portal für Steuerdienste. Ausländer erhalten eine Steuernummer in jedem Finanzamt gegen Vorlage des Passes, und ohne sie wird weder ein Konto eröffnet noch eine Firma registriert.

Wie die slowenische Steuerbehörde ausländische Konten und Einkünfte sieht

Wer in Slowenien ansässig ist, muss der Steuerbehörde jedes im Ausland eröffnete Konto innerhalb von 8 Tagen nach der Eröffnung melden. Die Schließung des Kontos oder Änderungen seiner Daten werden innerhalb derselben Frist gemeldet. Bei einem Verstoß droht ein Bußgeld von etwa 290–450 $.

Die Steuerbehörde erhält über den automatischen Austausch Daten über Konten von Ansässigen aus anderen Ländern der Europäischen Union und vielen weiteren Staaten. Deshalb werden ausländische Zinsen, Dividenden und Aktienverkäufe über ein ausländisches Depot früher oder später sichtbar. Solche Einkünfte selbst zu erklären ist günstiger, als sie später bei einer Prüfung zu rechtfertigen: Bei einer freiwilligen Berichtigung zahlen Sie die Steuer mit Zinsen, aber ohne Bußgeld.

Eine Wegzugsteuer für Privatpersonen kennt Slowenien nicht. Zieht ein Ansässiger weg, wird der Gewinn auf seine Aktien beim Wegzug nicht besteuert; Steuer entsteht erst bei einem tatsächlichen Verkauf.

Typische Steuerfehler beim Umzug nach Slowenien

Die meisten unangenehmen Briefe der slowenischen Steuerbehörde kommen nicht wegen komplizierter Konstruktionen, sondern wegen Kleinigkeiten im ersten Jahr.

  1. Adresse ohne Plan angemeldet. Ein ständiger Wohnsitz machte Sie ab dem ersten Tag ansässig, und niemand hat die ausländischen Einkünfte dieses Jahres erklärt.
  2. Ausländisches Konto ohne Meldung. Ein Konto in einem anderen Land wird innerhalb von 8 Tagen nach der Eröffnung gemeldet, auch wenn wenig Geld darauf liegt.
  3. Vermietung einer Wohnung in der Heimat. Auch das erklärt ein in Slowenien Ansässiger: 25 % der Einnahmen, mit Anrechnung der Steuer des anderen Landes.
  4. Aktienverkauf vor oder nach dem Umzug. Ein vor dem Umzug aufgebauter Gewinn wird in Slowenien voll besteuert, wenn Sie danach verkaufen; große Geschäfte plant man deshalb im Voraus.
  5. Pauschalabzüge ohne Blick auf den Umsatz. Seit 2026 werden Ausgaben nur auf die ersten 60.000 € anerkannt, und mit wachsendem Umsatz steigt die Steuer schneller, als es scheint.
  6. Eigene Firma ohne Versicherung. Ein geschäftsführender Inhaber ohne andere Versicherung zahlt Beiträge, auch wenn er sich kein Gehalt auszahlt.

Jeder dieser Fehler lässt sich beheben, doch es ist günstiger, sie gar nicht erst zu machen. Die Fachleute von Murblz prüfen diese Punkte, bevor die Adresse angemeldet wird.

Wie Sie in Slowenien mit dem Steuerzahlen beginnen: Schritt für Schritt

  1. Steuernummer. Sie wird in einem Finanzamt gegen Vorlage des Passes erteilt und ist für ein Bankkonto, einen Mietvertrag und die Firmengründung nötig.
  2. Adressanmeldung. Eine vorübergehende oder ständige Adresse wird bei der Verwaltungseinheit angemeldet. Mit einem ständigen Wohnsitz sind Sie ansässig.
  3. Zugang zum elektronischen Portal für Steuerdienste. Darüber reichen Sie Erklärungen ein, erhalten den vorläufigen Bescheid und melden ausländische Konten.
  4. Wahl der Einkommensform. Arbeitsvertrag, Einzelunternehmer mit Pauschal- oder tatsächlichen Ausgaben, eigene Firma – davon hängen Sätze und Beiträge ab.
  5. Die erste Jahresveranlagung. Prüfen Sie im nächsten Frühjahr den vorläufigen Bescheid: Fehlen ausländische Einkünfte, legen Sie Einspruch ein oder reichen selbst eine Erklärung ein.

Ziehen Sie mit Familie um, werden Kinderfreibeträge ab dem ersten Jahr der Ansässigkeit berücksichtigt: Dafür geben Sie der Steuerbehörde die Daten Ihrer Unterhaltsberechtigten.

Was das Interventionsgesetz ändern würde, falls es angenommen wird

Das Parlament hat das Gesetz über Interventionsmaßnahmen zur Entwicklung Sloweniens am 11. Mai 2026 beschlossen, doch es ist nicht in Kraft getreten: Gegner haben mehr als 40.000 Unterschriften gesammelt, und das Gesetz geht in ein Referendum. Ein Termin für die Abstimmung steht noch nicht fest. Übersteht das Gesetz die Abstimmung, sinken die Steuern für viele Zuziehende spürbar.

WasJetztNach dem Interventionsgesetz
Steuer auf Mieteinnahmen25 %15 %, bei langfristiger Vermietung an junge Familien 5 %
Obergrenze für Beiträge auf das GehaltkeineBeiträge auf höchstens 7.500 € im Monat berechnet
Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel9,5 %5 %
Pauschalabzüge für Einzelunternehmer80 % des Umsatzes bis 60.000 €80 % bis 100.000 €, 70 % bis 120.000 €, 40 % bis 150.000 €
Arbeitende Rentnerein Teil der Rente bei Vollzeitarbeitvolle Rente bei Arbeit

Am meisten gewinnen hohe Gehälter: Durch die Beitragsobergrenze werden bei einem Gehalt von 15.000 € Beiträge nur auf die Hälfte gezahlt. Fachkräfte mit hohen Gehältern sollten das Referendum also verfolgen: Sein Ausgang entscheidet, wie viel ein Umzug nach Slowenien kostet.

Wie Sloweniens Steuern im Vergleich zu den Nachbarn abschneiden

Für Angestelltenarbeit ist Slowenien teurer als seine Nachbarn, für Kapital günstiger als viele. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Sätze für 2026, Einzelheiten stehen auf der Seite jedes Landes.

LandSpitzensteuersatzKörperschaftsteuerMehrwertsteuerDividenden für Privatpersonen
Slowenien50 %22 %22 %25 %
Kroatienbis 33 %, je nach Stadt10 % oder 18 %25 %12 %
Österreich55 %23 %20 %27,5 %
Ungarn15 %9 %27 %15 % plus Sozialsteuer
Italien43 % plus örtliche Zuschläge24 % plus Regionalsteuer22 %26 %

Ist Ihr Haupteinkommen ein Gehalt, sind die Nachbarn fast immer günstiger. Sind es Dividenden und langfristige Anlagen, schlägt Slowenien mit null Steuer auf Gewinne nach 15 Jahren Österreich und Italien.

Für wen die Steuern Sloweniens passen und für wen nicht

Slowenien ist gut für Menschen, die schon Kapital haben, und hart für jene, die es mit einem Gehalt verdienen. Ein Rentier zahlt 25 % oder weniger und nach 15 Jahren Besitz nichts auf Gewinne. Eine angestellte Fachkraft mit 6.000 € gibt dem Staat mehr als 40 % des Bruttogehalts.

SituationFazit
Dividenden und Zinsen aus dem Auslandgünstig: 25 % abgeltend, ohne Beiträge
Langfristige Anlage in Aktien und Wohnraumgünstig: 0 % auf Gewinne nach 15 Jahren
Selbstständige mit Umsatz bis 60.000 €in Ordnung: etwa 4 % Steuer und rund 7.800 € Beiträge im Jahr
Selbstständige mit Umsatz ab 100.000 €fraglich: Ein Vergleich mit Bulgarien und Rumänien lohnt sich
Beschäftigte mit 3.000–6.000 €teuer: 37–42 % Abzüge vom Bruttogehalt
Inhaber eines profitablen Geschäftsetwa 41,5 %, bevor das Geld bei Ihnen ankommt

Ehrliche Nachteile: Beiträge ohne Obergrenze, ein Satz von 50 % schon bei relativ bescheidenem Einkommen, die Pflicht, ab dem ersten Jahr das Welteinkommen zu erklären, und die Adressanmeldung als automatischer Auslöser der Ansässigkeit. Vorteile: eine gemeinsame Währung, keine Vermögensteuer und keine Wegzugsteuer, null Erbschaftsteuer innerhalb der Familie und ein fertiger Bescheid der Steuerbehörde statt einer Erklärung.

Wie der Umzug gelingt und was wir tun

Vor dem Umzug lohnt es sich, drei Fragen zu klären. Ab welchem Datum Sie ansässig werden: Davon hängt ab, ab welchem Jahr das Welteinkommen besteuert wird. Wie Sie Geld beziehen: als Gehalt, als Dividenden, mit Pauschalabzügen oder über eine Firma. Was mit Vermögenswerten mit aufgelaufenen Gewinnen geschieht: vor dem Umzug verkaufen oder 15 Jahre abwarten. Die Fachleute von Murblz rechnen beide Szenarien in Zahlen durch, gründen die Firma und eröffnen Privatkonten in Slowenien.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Einkommensteuer in Slowenien 2026?
Fünf Stufen: 16 % auf eine jährliche Bemessungsgrundlage bis 9.721,43 €, 26 % bis 28.592,44 €, 33 % bis 57.184,88 €, 39 % bis 82.346,23 € und 50 % darüber. Der allgemeine Freibetrag beträgt 5.551,93 € im Jahr. Dividenden, Zinsen, Mieten und Veräußerungsgewinne werden separat mit 25 % besteuert.
Wie viel bleibt in Slowenien vom Gehalt übrig?
Von 3.000 € brutto werden etwa 1.869 € ausgezahlt: 23,1 % Beiträge, etwa 399 € Steuer und 39,36 € Gesundheitsbeitrag. Der Arbeitgeber zahlt zusätzlich 17,1 %, sodass der Beschäftigte 3.513 € kostet.
Wie hoch ist die Mehrwertsteuer in Slowenien?
Der Regelsatz beträgt 22 %, ermäßigte Sätze von 9,5 % gelten in bestimmten Grenzen für Lebensmittel, Medikamente, Hotels und Wohnraum, 5 % für Bücher und Presse. Die Registrierung ist ab einem Umsatz von mehr als 60.000 € in 12 Monaten Pflicht.
Wie viel zahlt ein Einzelunternehmer in Slowenien?
Mit Pauschalabzügen etwa 4 % des Umsatzes bis 60.000 €: 80 % gelten als Ausgaben, auf den Rest werden 20 % Steuer erhoben. Die Mindestbeiträge betragen 651,04 € im Monat (seit März 2026), einschließlich des Gesundheitsbeitrags.
Gibt es in Slowenien eine Grundsteuer?
Eine einheitliche jährliche Steuer gibt es nicht. Eigentümer zahlen eine kommunale Grundstücksabgabe und Grundsteuer, doch 160 Quadratmeter des Familienhauses werden von der Bemessungsgrundlage abgezogen. Beim Kauf einer Bestandsimmobilie fallen 2 % an, Mieteinnahmen werden mit 25 % besteuert.
Gilt ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Slowenien?
Ja. Das Abkommen vom 3. Mai 2006 ist seit 1. Januar 2007 anzuwenden, ergänzt durch das Protokoll vom 17. Mai 2011. Das Abkommen zwischen Slowenien und Russland gilt dagegen nur teilweise: Seit dem 8. August 2023 hat Russland die Artikel über Dividenden, Zinsen, Lizenzgebühren, Gehälter und Veräußerungsgewinne ausgesetzt.
Wird Kryptowährung in Slowenien besteuert?
Der Gewinn einer Privatperson aus dem Verkauf von Kryptowährung wird 2026 nicht besteuert, sofern es keine gewerbliche Tätigkeit ist. Der Gesetzentwurf für eine Steuer von 25 % wurde im November 2025 von der Tagesordnung des Parlaments genommen.
Gibt es Steuervergünstigungen für Zuziehende in Slowenien?
Eine: Fachkräfte unter 40, die mindestens das Doppelte des landesweiten Durchschnitts verdienen, zahlen fünf Jahre lang keine Steuer auf 7 % ihres Gehalts. Eine Sonderregel für digitale Nomaden oder Rentner gibt es nicht.
Wann wird ein Ausländer in Slowenien steuerlich ansässig?
Mit der Anmeldung eines ständigen Wohnsitzes, bei gewöhnlichem Aufenthalt oder Interessenmittelpunkt in Slowenien oder nach 183 Tagen im Land in einem Kalenderjahr. Ansässige zahlen Steuer auf das Welteinkommen.
Wie werden Mieteinnahmen in Slowenien besteuert?
Mit 25 % der Einnahmen nach 10 % Pauschalausgaben, getrennt vom Tarif. Das Interventionsgesetz senkt den Satz auf 15 %, wartet aber auf ein Referendum.
Gibt es in Slowenien eine Erbschaftsteuer?
Kinder, Enkel und Ehepartner zahlen sie nicht. Eltern, Brüder und Schwestern zahlen 5 % bis 14 %, Großeltern 8 % bis 17 %, alle anderen 12 % bis 39 %.
Muss man in Slowenien ein ausländisches Konto melden?
Ja. Ansässige melden der Steuerbehörde jedes ausländische Konto innerhalb von 8 Tagen nach der Eröffnung und seine Schließung innerhalb derselben Frist.

Leistungen

Leistungen von Murblz: Slowenien

Der Steuersatz ist nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte: wo die Firma sitzt, wo das Geld liegt und wer die Buchhaltung einreicht. Murblz-Spezialisten helfen dabei im selben Land. Der Preis wird vor Arbeitsbeginn schriftlich festgelegt.

Sie möchten das nicht allein klären?

Wir begleiten den gesamten Prozess von Anfang bis Ende: wir prüfen Ihre Unterlagen, wählen ein Programm für Ihre Situation und nennen ehrliche Fristen und Kosten. Stellen Sie Ihre Frage im Chat – die kostenlose Beratung beginnt gleich hier. Die rechtliche Vertretung vor Behörden und Gerichten übernehmen Murblz-Spezialisten gemeinsam mit lokal zugelassenen Partnern.

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