Kryptosteuer in Panama 2026
Panama hat kein Kryptogesetz, und ausländische Einkünfte werden nicht besteuert. Wann ein Gewinn trotzdem panamaisch wird, wie man auszahlt und welche Risiken das Fehlen von Regeln mit sich bringt.
| Punkt | 2026 |
|---|---|
| Satz für Privatpersonen | keine eigene Steuer, es gelten die allgemeinen Regeln |
| Ausländische Einkünfte | nicht besteuert |
| Einkünfte aus Panama | Einkommensteuer bis 25 % |
| Kryptogesetz | keines: Der Gesetzentwurf wurde 2023 für verfassungswidrig erklärt |
| Erleichterung nach Haltedauer | nicht festgelegt |
| Datenaustausch | Panama nimmt am Austausch von Daten über Finanzkonten teil |
Daten geprüft 2026-10-07
Panama hat kein eigenes Kryptogesetz. Das Parlament verabschiedete im April 2022 einen Gesetzentwurf zu Kryptowerten, der Präsident legte ein teilweises Veto ein und verwies ihn an den Obersten Gerichtshof, der ihn im Juli 2023 für verfassungswidrig erklärte. Seitdem gelten die allgemeinen Steuerregeln.
Diese Regeln sind territorial: Besteuert werden nur Einkünfte aus Quellen in Panama. Ein Gewinn aus dem Verkauf von Münzen an einer ausländischen Börse erfüllt dieses Kriterium meist nicht. Doch das Steuerrecht hat keine eigenen Regeln für Kryptowerte, und die Auslegung bleibt dem Finanzamt überlassen – ein Risiko, das man im Blick behalten sollte.
Wer in Panama Kryptosteuer zahlt
Steuerlich ansässig in Panama ist, wer sich im Steuerjahr oder im Vorjahr ununterbrochen oder mit Unterbrechungen mehr als 183 Tage im Land aufgehalten hat. Anders als in den meisten Ländern macht die Ansässigkeit in Panama ausländische Einkünfte aber nicht steuerpflichtig.
Ansässige und Nichtansässige zahlen gleichermaßen nur auf Einkünfte aus Quellen in Panama Steuer. Für Inhaber von Münzen zählen deshalb nicht die Tage im Land, sondern wo und mit wem Geschäfte stattfinden.
Ansässigkeit und Steuern beschreibt die Seite zu den Steuern in Panama.
Ein Umzug nach Panama beendet nicht automatisch die Steuerpflicht im bisherigen Land: Solange man dort steuerlich ansässig ist, unterliegen Einkünfte aus Kryptowerten dessen Regeln.
Wie man Kryptoeinkünfte berechnet
Gelten Einkünfte als panamaisch, zahlt eine Privatperson progressive Einkommensteuer bis 25 % und eine Gesellschaft 25 % Körperschaftsteuer. Besteuert wird die Differenz zwischen Verkaufspreis und belegtem Kaufpreis.
Damit ein Gewinn ausländisch bleibt, sollten Geschäfte außerhalb Panamas stattfinden: an einer ausländischen Börse, mit ausländischen Geschäftspartnern, ohne Tätigkeit, die im Land Einkünfte schafft. Unterlagen darüber, wo und mit wem Geschäfte stattfanden, sind Ihr wichtigster Schutz.
Eine eigene Regel für den Tausch von Münze gegen Münze gibt es nicht. Börsenauszüge und Wallet-Historie bewahrt man in jedem Fall auf: Fragen Finanzamt oder Bank nach, lässt sich ohne sie nicht nachweisen, dass die Einkünfte ausländisch sind.
| Situation | Berechnung | Steuer |
|---|---|---|
| Münzen für 10.000 $ gekauft, für 15.000 $ an einer ausländischen Börse verkauft | Einkünfte aus ausländischer Quelle | 0 $ |
| Derselbe Gewinn gilt als panamaisches Einkommen einer Privatperson | Einkommensteuer nach Tarif | bis 25 % |
| Eine panamaische Gesellschaft erzielte im Land 20.000 $ Gewinn | Körperschaftsteuer 25 % | 5.000 $ |
Der Balboa ist im Verhältnis eins zu eins an den Dollar gebunden, deshalb sind die Beträge direkt in amerikanischen Dollar angegeben.
Mining und Staking
Panama hat weder eine eigene Steuer auf Mining noch ein Verbot. Einkünfte aus Mining aus einer Tätigkeit im Land werden als gewöhnliches Geschäftseinkommen aus panamaischer Quelle besteuert, nach Kosten für Ausrüstung und Strom.
Regeln für Staking gibt es ebenfalls nicht. Stammt eine Belohnung aus einem ausländischen Netzwerk und ist nicht mit einer Tätigkeit in Panama verbunden, ist sie folgerichtig ausländisches Einkommen, doch das wird nach den Umständen jedes Einzelfalls entschieden.
Krypto auszahlen und auf ein Bankkonto bringen
Panamaische Banken sind bei Geld von Kryptobörsen vorsichtig: Sie prüfen die Herkunft der Mittel, und manche lehnen solche Zahlungen ganz ab. Eine Überweisung über eine Zwischenbank in einem Drittland mit Handelsunterlagen läuft meist reibungsloser.
Vor der ersten großen Überweisung lohnt es sich, das Paket an Unterlagen mit der Bank abzustimmen: Börsenauszüge, Wallet-Historie und eine Erklärung, woher die Münzen stammen.
Datenaustausch über Kryptokonten
Panama nimmt am automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten nach dem Standard der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung teil. Ein Datum für den neuen Standard zum Austausch von Daten über Kryptowerte hat es noch nicht angekündigt.
Für Ansässige anderer Länder bedeutet das, dass Daten über panamaische Bankkonten an ihr Land der steuerlichen Ansässigkeit gehen.
Lizenzen für Kryptofirmen in Panama
Panama hat keine eigene Lizenzierung von Kryptobörsen, doch Dienstleister müssen die Regeln gegen Geldwäsche einhalten. Banken und Aufsichtsbehörden betrachten Kryptogeschäfte misstrauisch.
Für ein internationales Projekt mit Kunden weltweit ist eine Lizenz in einem anderen Land oft bequemer, etwa in Estland oder auf den Britischen Jungferninseln.
Eine panamaische Gesellschaft für ein verwandtes Geschäft wird nach den üblichen Regeln eingetragen; ihre ausländischen Einkünfte werden nicht besteuert, doch ab 2027 zahlen Holdinggesellschaften ohne echte Präsenz im Land 15 %.
Murblz gründet Kryptofirmen und beschafft Lizenzen in diesen Leistungen: Firmengründung in Panama, Kryptolizenz in Estland, Firma auf den Britischen Jungferninseln mit Lizenz für Dienstleister für virtuelle Vermögenswerte.
Dieses Thema in anderen Ländern
Kryptosteuer in anderen Ländern:
- Kryptosteuer in Kasachstan 2026
- Kryptosteuer in Deutschland 2026
- Kryptosteuer in den Vereinigten Staaten 2026
- Kryptosteuer in Belarus 2026
- Kryptosteuer in Polen 2026
- Kryptosteuer in Georgien 2026
- Kryptosteuer in den Vereinigten Arabischen Emiraten 2026
- Kryptosteuer in Portugal 2026
- Kryptosteuer in der Türkei 2026
- Kryptosteuer in Serbien 2026
- Kryptosteuer in Kirgisistan 2026
- Kryptosteuer auf Zypern 2026
- Kryptosteuer in Italien 2026
- Kryptosteuer in Frankreich 2026
- Kryptosteuer in Spanien 2026
- Kryptosteuer in der Schweiz 2026
- Kryptosteuer in Singapur 2026
- Kryptosteuer in Thailand 2026
- Kryptosteuer in Argentinien 2026
- Kryptosteuer in Brasilien 2026
- Kryptosteuer in El Salvador 2026
- Kryptosteuer im Vereinigten Königreich 2026
- Kryptosteuer in Estland 2026
- Kryptosteuer in Tschechien 2026
- Kryptosteuer in Malaysia 2026
- Kryptosteuer in Paraguay 2026
- Kryptosteuer in Uruguay 2026
- Kryptosteuer in Kanada 2026
- Kryptosteuer in Litauen 2026
- Kryptosteuer in Lettland 2026
Steuern, Umzug und Geschäft in diesem Land:
Wo Kryptowerte gar nicht besteuert werden, steht im Artikel Länder ohne Kryptosteuer.
Häufige Fragen
Werden Kryptowerte in Panama besteuert?
Hat Panama ein Kryptogesetz?
Zahle ich in Panama Steuer auf Gewinne von einer ausländischen Börse?
Kann ich Geld von einer Kryptobörse auf eine panamaische Bank überweisen?
Wer ist in Panama steuerlich ansässig?
Sie möchten das nicht allein klären?
Wir begleiten den gesamten Prozess von Anfang bis Ende: wir prüfen Ihre Unterlagen, wählen ein Programm für Ihre Situation und nennen ehrliche Fristen und Kosten. Stellen Sie Ihre Frage im Chat – die kostenlose Beratung beginnt gleich hier. Die rechtliche Vertretung vor Behörden und Gerichten übernehmen Murblz-Spezialisten gemeinsam mit lokal zugelassenen Partnern.
Der Murblz-Berater antwortet sofort im Chat auf dieser Seite. Schildern Sie Ihre Situation, wir klären sie gemeinsam.
Kostenlose BeratungOder schreiben Sie uns auf Telegram →