Kryptosteuer in der Schweiz 2026
Der Gewinn eines privaten Anlegers aus dem Verkauf von Münzen wird nicht besteuert, doch die Münzen zum Jahresende zählen zur Vermögenssteuer. Ein Berufshändler zahlt Einkommensteuer nach Tarif und Sozialabgaben. Wo die Grenze liegt und was man angibt.
| Punkt | 2026 |
|---|---|
| Satz für Privatpersonen | 0 % auf Gewinne privater Anleger |
| Vermögenssteuer | auf den Wert der Münzen am 31. Dezember, kantonaler Satz |
| Tausch Münze gegen Münze | keine Steuer für private Anleger |
| Staking und Mining | Einkommen nach dem Einkommensteuertarif |
| Berufshändler | Einkommen nach Tarif plus Sozialabgaben |
| Steuererklärung | jährlich, an den Wohnsitzkanton |
| Datenaustausch | Erhebung ab 2027, erster Austausch 2028 |
Daten geprüft 2026-10-06
Die Schweiz ist eines der wenigen europäischen Länder, in denen der Gewinn einer Privatperson aus dem Verkauf von Kryptowerten gar nicht besteuert wird: Kapitalgewinne auf Privatvermögen sind von der Einkommensteuer befreit. Verkauf, Tausch einer Münze gegen eine andere und Zahlung mit Kryptowerten lösen für einen privaten Anleger keine Steuer aus.
Dafür besteuert das Land den Besitz: Münzen zählen mit ihrem Wert am 31. Dezember zur Vermögenssteuer, deren Satz der Kanton festlegt. Und wenn das Steueramt Sie als Berufshändler einstuft, werden Gewinne zu Einkommen nach Tarif mit Sozialabgaben.
Wer in der Schweiz Kryptosteuer zahlt
Steuerlich ansässig in der Schweiz ist, wer mit der Absicht zu bleiben im Land lebt oder sich hier 30 Tage mit Arbeit oder 90 Tage ohne Arbeit aufhält. Steuern gehen an Bund, Kanton und Gemeinde, deshalb hängt die Gesamtsumme vom Wohnort ab.
Ein Ansässiger gibt sein weltweites Vermögen an: Münzen an jeder Börse und in jeder Wallet zählen zur Vermögenssteuer. Ein Nichtansässiger zahlt nur auf Schweizer Quellen.
Wohlhabende Ausländer, die in der Schweiz nicht arbeiten, können statt der üblichen Berechnung eine Pauschalsteuer nach dem Aufwand zahlen, doch das wird vor dem Umzug entschieden.
Die Schweiz hat ein breites Netz von Doppelbesteuerungsabkommen, und das Datum des Umzugs und der Wechsel der Ansässigkeit sollten sorgfältig belegt werden, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden. Mehr auf der Seite zu den Steuern in der Schweiz.
Wie man Kryptoeinkünfte berechnet
Ein privater Anleger berechnet keine Steuer auf Gewinne: Der Verkauf von Münzen ist steuerfrei. Das Steueramt prüft aber, ob Ihre Tätigkeit wie gewerbsmäßiger Handel aussieht. Sie sind auf der sicheren Seite, wenn Münzen mindestens 6 Monate gehalten werden, das jährliche Volumen das Fünffache des Portfoliowerts zu Jahresbeginn nicht übersteigt, Gewinne weniger als die Hälfte des Nettoeinkommens ausmachen und kein Hebel und kein geliehenes Geld im Spiel sind.
Ist auch nur ein Kriterium nicht erfüllt, betrachtet das Steueramt das Gesamtbild. Ein anerkannter Händler zahlt auf Gewinne Einkommensteuer nach Tarif und Sozialabgaben, kann aber Verluste und Kosten abziehen.
Die Vermögenssteuer wird auf den Wert aller Münzen am 31. Dezember nach den von der Eidgenössischen Steuerverwaltung veröffentlichten Kursen berechnet. Der Satz hängt vom Kanton und vom Gesamtvermögen ab.
| Situation | Berechnung | Steuer |
|---|---|---|
| Ein privater Anleger kaufte Münzen für 10.000 $ und verkaufte sie ein Jahr später für 15.000 $ | Gewinne auf Privatvermögen sind steuerfrei | 0 $ |
| Tausch einer Münze gegen eine andere mit 3.000 $ Gewinn | für private Anleger nicht besteuert | 0 $ |
| Münzen im Wert von 100.000 $ am 31. Dezember | Vermögenssteuer zum kantonalen Satz, Beispiel 0,3 % | 300 $ |
| Staking-Erträge von 2.000 $ im Jahr | Einkommen nach Tarif, Beispielsatz 25 % | 500 $ |
| Ein Berufshändler mit 50.000 $ Gewinn | Einkommen nach Tarif plus Abgaben, Beispiel 30 % | 15.000 $ |
Beträge in amerikanischen Dollar zum Kurs vom 6. Oktober 2026; die Sätze in den Beispielen sind veranschaulichend, die Summe hängt vom Kanton und vom Gesamteinkommen ab.
Mining und Staking
Staking-Erträge werden beim Erhalt zum Wert der Münzen an diesem Tag als Einkommen besteuert und zählen danach zur Vermögenssteuer.
Mining in kleinem Umfang wird als sonstiges Einkommen besteuert, industrielles Mining ist eine gewerbliche Tätigkeit mit Abzügen für Ausrüstung und Strom und mit Sozialabgaben.
Wird ein Gehalt oder Honorar in Kryptowerten gezahlt, ist das Einkommen nach dem üblichen Tarif, kein Gewinn auf Privatvermögen.
Krypto auszahlen und auf ein Bankkonto bringen
Kryptowerte kann man über Schweizer Banken und Plattformen, die mit digitalen Vermögenswerten arbeiten, gegen Franken verkaufen und das Geld auf ein Konto abheben. Die Auszahlung selbst wird nicht besteuert.
Schweizer Banken prüfen die Herkunft der Mittel streng: Sie verlangen Handelsauszüge, den Vertrag mit der Plattform und Nachweise, woher die ersten Münzen stammen.
Auch steuerfreie Gewinne belegt man besser: Bei der Prüfung des Status als privater Anleger achtet das Steueramt auf Haltedauern und Handelsvolumen.
Datenaustausch über Kryptokonten
Die Schweiz führt den Meldestandard der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für Kryptowerte mit Verzögerung ein: Plattformen beginnen ab 2027 mit der Erhebung von Handelsdaten, und der erste Austausch zwischen Steuerbehörden findet 2028 statt.
Für Inhaber bedeutet das, dass Münzen auf ausländischen Plattformen für das Schweizer Steueramt sichtbar werden und es auffällt, wenn man sie bei der Vermögenssteuer weglässt.
Wurden Münzen in früheren Jahren nicht angegeben, erlaubt die Schweiz einmal im Leben eine straflose Selbstanzeige – die Entscheidung trifft man, bevor das Steueramt fragt.
Lizenzen für Kryptofirmen in der Schweiz
Firmen, die Kryptowerte von Kunden verwahren oder eine Handelsplattform betreiben, erhalten eine Bewilligung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht oder treten einer Selbstregulierungsorganisation zur Bekämpfung der Geldwäsche bei.
Der Gewinn einer Schweizer Gesellschaft unterliegt der Gewinnsteuer von Bund und Kanton, mit einem Gesamtsatz von etwa 12 % bis 21 % je nach Kanton. Einen Ländervergleich für eine Lizenz enthält unser Artikel zur Kryptolizenz.
Für ein internationales Projekt ohne Schweizer Kunden ist eine Lizenz in einem anderen Land oft bequemer, und eine Schweizer Gesellschaft gründet man für eine Holding oder eine Stiftung.
Murblz gründet Kryptofirmen und beschafft Lizenzen in diesen Leistungen: Kryptolizenz: Länder und Kosten, Kryptolizenz in Estland, Firma auf den Britischen Jungferninseln mit Lizenz für Dienstleister für virtuelle Vermögenswerte.
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Steuern, Umzug und Geschäft in diesem Land:
Wo Kryptowerte gar nicht besteuert werden, steht im Artikel Länder ohne Kryptosteuer.
Häufige Fragen
Werden Kryptowerte in der Schweiz besteuert?
Wird der Tausch einer Kryptowährung gegen eine andere in der Schweiz besteuert?
Wer gilt in der Schweiz als Berufshändler?
Wie wird Staking in der Schweiz besteuert?
Wie zahlt man in der Schweiz Vermögenssteuer auf Kryptowerte?
Wer ist in der Schweiz steuerlich ansässig?
Erfährt das Schweizer Steueramt von Kryptowerten an ausländischen Börsen?
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