Steuern in China 2026 für Ausländer und Unternehmen
Ab 1. September 2026 zahlen ausländische Eigentümer chinesischer Firmen erstmals seit 32 Jahren 20 % auf Dividenden, und seit 1. Januar hat das Land sein erstes Mehrwertsteuergesetz. Ein vollständiger Leitfaden zu den Steuern 2026 für Ausländer und Unternehmen: Gehälter nach der Skala von 3–45 %, Sozialversicherung, Körperschaftsteuer, Mehrwertsteuer, Immobilien, Ansässigkeit und das Abkommen mit Deutschland.

Kurz gesagt: 2026 besteuert China das Gehalt eines Ansässigen mit 3 % bis 45 % nach einem Jahresfreibetrag von 60.000 Yuan, erhebt 13 % Mehrwertsteuer auf die meisten Waren und 25 % Körperschaftsteuer, während kleine Unternehmen bis Ende 2027 nur 5 % auf den Gewinn und 1 % Mehrwertsteuer zahlen. In den ersten sechs Jahren der Ansässigkeit zahlen Ausländer auf die meisten ausländischen Einkünfte keine chinesische Steuer, und zwischen Deutschland und China gilt seit 2017 ein Doppelbesteuerungsabkommen, das in Hongkong und Macau nicht anwendbar ist.
Steuersätze in China 2026: die Kurzfassung
China besteuert Gehälter mit 3 % bis 45 %, der Spitzensatz entspricht damit dem deutschen von 45 %. Erreicht wird er aber selten: 45 % gelten erst über 960.000 Yuan im Jahr, etwa 150.000 $, während ein Gehalt von 20.000 Yuan im Monat weniger als 6 % an Einkommensteuer verliert.
Die wichtigsten Steuern auf dem chinesischen Festland sind die Einkommensteuer für Privatpersonen, die Körperschaftsteuer auf Firmengewinne und die Mehrwertsteuer. Seit 1. Januar 2026 regelt erstmals ein vom nationalen Parlament verabschiedetes Gesetz die Mehrwertsteuer statt einer vorläufigen Regierungsverordnung. Die Steuern erhebt die Staatliche Steuerverwaltung, Chinas nationale Steuerbehörde.
Der Yuan (CNY, offiziell Renminbi) stand 2026 bei etwa 6,7–7 pro Dollar. Der Einfachheit halber rechnen die Beispiele unten mit 6,8 Yuan = 1 $.
| Steuer | Satz 2026 | Wer zahlt und worauf |
|---|---|---|
| Einkommensteuer auf Gehälter und Honorare | 3–45 % | Ansässige, nach Jahresskala nach einem Jahresfreibetrag von 60.000 Yuan (etwa 8.800 $) |
| Einkommensteuer auf Geschäftseinkünfte von Privatpersonen | 5–35 % | Geschäftsgewinne von Privatpersonen |
| Dividenden, Zinsen, Miete, Verkauf von Vermögen | 20 % | Privatpersonen; Wohnungsmiete 10 %, Zinsen auf Bankeinlagen 0 % |
| Sozialversicherung | etwa 10,5 % + 24–27 % | Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Sätze je nach Stadt; Pflicht für Ausländer mit Arbeitserlaubnis |
| Körperschaftsteuer | 25 % | Die meisten Firmen; Hightech-Unternehmen 15 % |
| Körperschaftsteuer für kleine Unternehmen | 5 % | Gewinn bis 3 Millionen Yuan, bis 300 Mitarbeiter, Vermögen bis 50 Millionen Yuan; bis Ende 2027 |
| Mehrwertsteuer | 13 %, 9 %, 6 % | Waren 13 %; Transport, Bau, Immobilien, Grundnahrungsmittel 9 %; die meisten Dienstleistungen 6 % |
| Mehrwertsteuer für kleine Unternehmen | 1 % | Umsatz bis 5 Millionen Yuan im Jahr; keine Mehrwertsteuer bis 100.000 Yuan im Monat; bis Ende 2027 |
| Quellensteuer für ausländische Firmen | 10 % | Dividenden, Zinsen, Lizenzgebühren; Abkommen wie das mit Deutschland senken die Sätze |
| Steuer beim Immobilienkauf | 1–5 % | Käufer; erste oder zweite Wohnung bis 140 Quadratmeter – 1 % |
| Steuer beim Autokauf | 10 % | Käufer; Elektroautos und Plug-in-Hybride 5 % in 2026–2027 |
| Erbschaften und Schenkungen | 0 % | Keine gesonderte Steuer |
Nennt ein altes Nachschlagewerk 17 % oder 16 % Mehrwertsteuer, sind diese Sätze veraltet: 17 % galten bis Mai 2018 und 16 % bis April 2019. Seitdem liegt der Regelsatz bei 13 %.
Hongkong und Macau haben eigene Steuergesetze, daher bezieht sich alles auf dieser Seite nur auf das chinesische Festland. Zum benachbarten System mit einer Obergrenze von 15–16 % für die Gehaltssteuer und ohne Mehrwertsteuer siehe Steuern in Hongkong. Um China mit anderen Ländern zu vergleichen, siehe unsere Übersicht der Steuern nach Ländern.
Wir berechnen online die Steuer auf Ihr Einkommen und zeigen, wie Sie legal weniger zahlen.
Wer in China steuerlich ansässig ist: die 183-Tage- und die Sechsjahresregel
China ist großzügiger als die meisten Länder zu Ausländern mit Einkünften im Ausland: In den ersten sechs Jahren der Ansässigkeit werden aus dem Ausland gezahlte ausländische Dividenden, Zinsen und Aktiengewinne dort nicht besteuert. Das Welteinkommen kommt erst im siebten aufeinanderfolgenden Jahr ins Netz.
Die Grundregel steht in Artikel 1 des chinesischen Einkommensteuergesetzes. Ansässig ist, wer einen Wohnsitz in China hat (gewöhnlicher Aufenthalt nach Haushaltsregistrierung, Familie und wirtschaftlichen Bindungen) oder 183 Tage oder mehr im Kalenderjahr im Land verbringt. Ausländer haben fast nie einen chinesischen Wohnsitz, für sie läuft es also auf das Zählen von Tagen hinaus.
Ein Tag zählt nur, wenn volle 24 Stunden in China verbracht wurden. Ankunfts- und Abreisetage zählen nicht, ebenso wenig kurze Reisen von unter einem Tag.
| Zeit in China | Was China besteuert |
|---|---|
| Bis 90 Tage im Jahr (bis 183 Tage für Ansässige von Abkommensländern, darunter Deutschland) | Nur Vergütung für Arbeit in China, die eine chinesische Firma zahlt oder trägt; Gehalt eines ausländischen Arbeitgebers ist befreit |
| Von 90 (oder 183) bis 183 Tage | Jede Vergütung für in China gearbeitete Tage, gleich wer zahlt; ausländische Einkünfte werden nicht besteuert |
| 183 Tage oder mehr, weniger als 6 Jahre in Folge | Alle chinesischen Einkünfte plus von chinesischen Stellen gezahlte ausländische Einkünfte; andere ausländische Einkünfte sind befreit |
| 183 Tage oder mehr 6 Jahre in Folge ohne Auslandsreise von mehr als 30 Tagen | Welteinkommen: Gehalt, Dividenden, Zinsen, Verkäufe von Aktien und Immobilien im Ausland |
Wie man die Sechsjahresuhr zurücksetzt
Gezählt wird ab 2019, als die geltende Fassung des Gesetzes in Kraft trat. Die Uhr wird zurückgesetzt, wenn ein Ausländer in einem Jahr weniger als 183 Tage in China verbringt oder eine einzige Auslandsreise von mehr als 30 aufeinanderfolgenden Tagen macht. In der Praxis startet ein Aufenthalt von 31 Tagen außerhalb Chinas innerhalb des Sechsjahreszeitraums die Zählung neu und erhält die Befreiung für ausländische Einkünfte.
Die Befreiung ist nicht automatisch: Sie muss in der Steuererklärung beantragt werden. Wie Länder 183 Tage zählen und warum man in zwei Ländern zugleich ansässig sein kann, behandelt unser Artikel zur steuerlichen Ansässigkeit und 183-Tage-Regel.
Visumfreie Einreise erlaubt keine Arbeit
Bürger vieler Länder können für kurze Aufenthalte ohne Visum nach China einreisen, seit 15. September 2025 auch russische Staatsbürger für bis zu 30 Tage. Das deckt Tourismus und Geschäftsreisen ab, eine Anstellung erfordert aber eine Arbeitserlaubnis und einen Aufenthaltstitel zum Arbeiten.
Steuerliche Ansässigkeit in China: wie man Tage zählt und den Status bestätigt
In China zählen der Tag der Landung und der Tag des Abflugs nicht zur Ansässigkeit. Die Bekanntmachung Nr. 34 von 2019 des Finanzministeriums und der Steuerverwaltung zählt nur vollständig im Land verbrachte Tage, eine Dienstreise von Montag bis Freitag ergibt also drei Tage, nicht fünf. Die chinesische Tageszählung ist strenger als ein Fitnesstracker: Halbe Schritte ignoriert sie einfach.
Die Schwelle liegt bei 183 Tagen im Kalenderjahr. Ein Ansässiger zahlt 3–45 % Einkommensteuer, in den ersten sechs Jahren werden aus dem Ausland gezahlte ausländische Einkünfte in China aber nicht besteuert. Ein kürzeres Jahr oder eine Auslandsreise über 30 Tage setzt die Sechsjahresuhr zurück. Der Rechner unten zählt Tage nach der Regel des vollen Tages.
Das Gesetz hindert Sie nicht, den Status selbst zu bestätigen. Fehler kosten aber mehr: Ein sechstes Jahr ohne 31-tägige Reise öffnet die Steuer auf das Welteinkommen, und ein zusätzlicher Tag in China kann Sie in zwei Ländern zugleich ansässig machen. Die Begleitung durch Murblz nimmt diese Risiken: Wir zählen die Tage, planen Reisen, besorgen die Ansässigkeitsbescheinigung und wenden Doppelbesteuerungsabkommen an, wo sie gelten. Wir garantieren professionelle Arbeit und einen transparenten Ablauf, in den meisten Fällen mit Ergebnis bei der ersten Einreichung.
Jetzt mit einem Berater sprechen
183-Tage-Rechner
Rechner für die steuerliche Ansässigkeit für China
Geben Sie Ihre Reisedaten ein: Der Rechner zeigt für China, ob Sie heute und zum Jahresende steuerlich ansässig sind und wie viele Tage bis zur Schwelle bleiben.
Das Zählen nach Daten braucht JavaScript. Unten stehen dieselben Regeln nach Ländern.
Einkommensteuer in China auf das Gehalt: die Skala von 3–45 % und ein Rechenbeispiel
China hat eine der progressivsten Einkommensteuern der Welt mit sieben Stufen von 3 % bis 45 %. Dafür sind die ersten 60.000 Yuan im Jahr, etwa 8.800 $, steuerfrei, und Abzüge für Kinder, Hypothekenzinsen und ältere Eltern verkleinern die Bemessungsgrundlage weiter.
Ansässige zahlen Steuer auf ihr Gesamteinkommen: Gehalt, Honorare für einmalige Leistungen, Autorenhonorare und Lizenzgebühren. Die Steuer wird für das Jahr berechnet, und der Arbeitgeber behält sie jeden Monat kumulativ ein.
| Jährliches steuerpflichtiges Einkommen, Yuan | Satz | Ungefähr in Dollar |
|---|---|---|
| bis 36.000 | 3 % | bis 5.300 |
| 36.000–144.000 | 10 % | 5.300–21.200 |
| 144.000–300.000 | 20 % | 21.200–44.100 |
| 300.000–420.000 | 25 % | 44.100–61.800 |
| 420.000–660.000 | 30 % | 61.800–97.100 |
| 660.000–960.000 | 35 % | 97.100–141.200 |
| über 960.000 | 45 % | über 141.200 |
Nichtansässige nutzen dieselbe Skala auf Monate verteilt: 3 % auf die ersten 3.000 Yuan im Monat nach einem monatlichen Freibetrag von 5.000 Yuan und 45 % über 80.000 Yuan im Monat. Besondere Abzüge erhalten sie nicht.
Welche Abzüge die Steuer mindern
Zusätzlich zu den grundlegenden 5.000 Yuan im Monat ziehen Ansässige ihre eigenen Beiträge zur Sozialversicherung und zum Wohnungsfonds sowie die besonderen Zusatzabzüge ab. Die Beträge wurden 2023 erhöht.
| Abzug | Betrag |
|---|---|
| Grundfreibetrag | 60.000 Yuan im Jahr (5.000 im Monat) |
| Bildung der Kinder | 2.000 Yuan im Monat je Kind |
| Betreuung eines Kindes unter 3 | 2.000 Yuan im Monat je Kind |
| Unterstützung älterer Eltern | bis 3.000 Yuan im Monat |
| Hypothekenzinsen für eine erste Wohnung | 1.000 Yuan im Monat |
| Miete | 800, 1.100 oder 1.500 Yuan im Monat je nach Stadt |
| Weiterbildung | 400 Yuan im Monat oder 3.600 Yuan im Jahr des Zertifikats |
| Schwere Krankheit | bis 80.000 Yuan im Jahr über 15.000 Yuan eigener Ausgaben |
| Private Rente | bis 12.000 Yuan im Jahr |
Der Vorteil für Zuzügler: steuerfreie Wohnung und Schulgebühren
Ausländer haben eine Wahl, die chinesische Staatsbürger nicht haben: Statt der besonderen Abzüge können sie vom Arbeitgeber steuerfreie Erstattungen für Miete, Bildung der Kinder, Sprachkurse, Verpflegung, Wäsche, Umzug, Dienstreisen und Heimreisen erhalten. Die Beträge müssen angemessen und durch offizielle elektronische Steuerrechnungen der Verkäufer belegt sein. Erstattungen und besondere Abzüge lassen sich nicht kombinieren. Finanzministerium und Steuerverwaltung haben diese Erleichterung bis 31. Dezember 2027 verlängert.
Der Unterschied kann groß sein. Rechenbeispiel: Eine Wohnung in Shanghai oder Peking für 15.000 Yuan im Monat, als Erstattung gezahlt, nimmt 180.000 Yuan im Jahr aus der Bemessungsgrundlage. Der Mietabzug bringt höchstens 18.000 Yuan.
Eine zweite Vergünstigung läuft ebenfalls bis Ende 2027: Der Jahresbonus kann getrennt vom Gehalt nach der Monatsskala besteuert werden, was die Gesamtsteuer bei einem großen Bonus oft senkt. Dividenden, Zinsen, Mieteinnahmen und Immobilienverkäufe bleiben außerhalb der Jahresskala und werden mit 20 % besteuert.
Wie viel Steuer auf ein Gehalt in China: ein Rechenbeispiel
Rechenbeispiel für einen Ansässigen: ein Gehalt von 20.000 Yuan im Monat (etwa 2.900 $) in Shanghai, ohne besondere Abzüge und ohne Erstattungen. Die Arbeitnehmerbeiträge in Shanghai betragen 10,5 %: 8 % Rente, 2 % Krankenversicherung und 0,5 % Arbeitslosenversicherung.
| Posten | Pro Jahr, Yuan |
|---|---|
| Bruttogehalt | 240.000 |
| Sozialversicherung Arbeitnehmer, 10,5 % | −25.200 |
| Grundfreibetrag | −60.000 |
| Steuerpflichtiges Einkommen | 154.800 |
| Einkommensteuer: 3 % auf 36.000 + 10 % auf 108.000 + 20 % auf 10.800 | 14.040 |
| Nettolohn | 200.760 (16.730 im Monat) |
Die Einkommensteuer beträgt 5,85 % des Gehalts, alle Abzüge einschließlich Beiträgen 16,4 %. Wegen des kumulativen Einbehalts zeigt die Januarabrechnung 387 Yuan Steuer, die Dezemberabrechnung 2.370 Yuan. Ein Kind im Schulalter bringt einen Jahresabzug von 24.000 Yuan und senkt die Steuer auf 10.560 Yuan.
Zusätzlich zum Gehalt zahlt ein Arbeitgeber in Shanghai etwa weitere 25,5 %: 16 % Rente, 9 % Krankenversicherung und 0,5 % Arbeitslosenversicherung, rund 5.100 Yuan im Monat, plus einen kleinen Beitrag zur Unfallversicherung.
Welche Sozialbeiträge Ausländer in China zahlen
Die Sozialversicherung kostet chinesische Arbeitgeber mehr als die Einkommensteuer: Bei einem Durchschnittsgehalt legt der Arbeitgeber etwa ein Viertel obendrauf, und der Arbeitnehmer gibt etwa weitere 10 % ab. Ausländer sind seit 15. Oktober 2011 zur Teilnahme verpflichtet, als die vorläufigen Maßnahmen zur Sozialversicherung für in China beschäftigte Ausländer in Kraft traten.
Eine Vereinbarung mit dem Arbeitgeber, auf Beiträge zu verzichten, funktioniert nicht. Die seit 1. September 2025 geltende Auslegung des Obersten Volksgerichts zu Arbeitsstreitigkeiten (Artikel 19) erklärt jede Vereinbarung oder jeden Verzicht des Arbeitnehmers für nichtig, der den Arbeitgeber von der Sozialversicherung befreit. Hat der Arbeitgeber nicht gezahlt, kann der Arbeitnehmer kündigen und eine Abfindung verlangen.
| Versicherung | Arbeitnehmer | Arbeitgeber |
|---|---|---|
| Rente | 8 % | 16 % |
| Krankenversicherung (einschließlich Mutterschaft) | 2 % | 9 % in Shanghai, 9,8 % in Peking, 6,85 % in Guangzhou |
| Arbeitslosigkeit | 0,5 % (0,2 % in Guangzhou) | 0,5 % (0,8 % in Guangzhou) |
| Arbeitsunfall | 0 % | 0,2–1,9 % je nach Branche |
| Wohnungsfonds | 5–12 % | 5–12 % |
Die Beiträge werden nicht auf das volle Gehalt erhoben: Die Grundlage ist auf 300 % des städtischen Durchschnittslohns begrenzt, daher ist die tatsächliche Last für gut bezahlte Zuzügler niedriger, als die Tabelle vermuten lässt. Der Wohnungsfonds ist für chinesische Staatsbürger Pflicht, die Regeln für Ausländer hängen von der Stadt ab.
Was bei der Ausreise mit den Rentenbeiträgen geschieht
Ein Ausländer, der China endgültig verlässt, kann die Versicherung beenden und das Guthaben des persönlichen Rentenkontos als Einmalbetrag erhalten. Auf dieses Konto gehen aber nur die eigenen 8 % des Arbeitnehmers. Die 16 % des Arbeitgebers bleiben im gemeinsamen Rentenfonds und werden nicht erstattet.
Sozialversicherungsabkommen verhindern doppelte Beiträge. China hat sie mit 13 Ländern: Deutschland, Südkorea, Dänemark, Finnland, Kanada, Schweiz, Niederlande, Frankreich, Spanien, Luxemburg, Japan, Serbien und Kirgisistan (seit 14. Oktober 2025). Deutschland steht auf dieser Liste.
Wir prüfen Ihre Situation kostenlos
Beschreiben Sie Ihr Anliegen im Chat, und wir sagen Ihnen, womit Sie anfangen.
Körperschaftsteuer und Dividenden in China
Der Regelsatz der Körperschaftsteuer in China beträgt 25 %; in Deutschland sind es 15 % plus Solidaritätszuschlag, ohne Gewerbesteuer. Kleine Unternehmen zahlen ein Fünftel davon: 5 % auf Gewinn bis 3 Millionen Yuan, etwa 440.000 $, und die Erleichterung läuft bis 31. Dezember 2027.
Körperschaftsteuer zahlt jede in China registrierte Firma, auch die Firma mit 100 % ausländischem Kapital, die häufigste Form für ausländisches Geschäft. Eine ansässige Firma wird auf ihr Welteinkommen besteuert.
| Wer zahlt | Satz | Bedingungen und Dauer |
|---|---|---|
| Die meisten Firmen | 25 % | Regelsatz |
| Kleine Unternehmen mit geringem Gewinn | effektiv 5 % | Steuerpflichtiger Gewinn bis 3 Millionen Yuan, bis 300 Mitarbeiter, Vermögen bis 50 Millionen Yuan; bis 31.12.2027 |
| Hightech-Unternehmen | 15 % | Status alle drei Jahre erneuert: Patente, ein Mindestanteil an Forschungsausgaben und technischem Personal |
| Geförderte Branchen in den westlichen Regionen | 15 % | Bis 31.12.2030 |
| Firmen im Freihandelshafen Hainan mit echtem Betrieb auf der Insel | 15 % | Geförderte Branchen, bis 31.12.2027 |
| Software- und Chipentwickler | 0 %, dann 10 % oder 12,5 % | Steuerferien, danach ein ermäßigter Satz nach Zertifizierung |
Die Erleichterung für kleine Unternehmen hat eine Klippe. Rechenbeispiel: Bei einem Gewinn von 3 Millionen Yuan beträgt die Steuer 150.000 Yuan. Bei 3,1 Millionen Yuan verliert die Firma den Status ganz und zahlt 25 % auf den gesamten Betrag, 775.000 Yuan. Die zusätzlichen 100.000 Yuan Gewinn kosten 625.000 Yuan Steuer.
Die meisten Firmen ziehen Forschungsausgaben doppelt ab, und Verluste werden 5 Jahre vorgetragen, bei Hightech-Unternehmen 10.
Wie Dividenden besteuert werden
Dividenden zwischen chinesischen Firmen sind steuerfrei. Geht Gewinn ins Ausland, behält die Firma 10 % ein; Doppelbesteuerungsabkommen wie das mit Deutschland können den Satz senken. Chinesische Privataktionäre zahlen 20 % auf Dividenden.
Ab 1. September 2026 zahlen Ausländer, denen Firmen mit ausländischem Kapital gehören, dieselben 20 %. Die gemeinsame Bekanntmachung Nr. 27 von 2026 des Finanzministeriums und der Steuerverwaltung schaffte die Erleichterung ab, die solche Dividenden seit 1994 steuerfrei gestellt hatte. Es zählt das tatsächliche Zahlungsdatum: Früher beschlossene, aber nach dem 1. September gezahlte Dividenden fallen unter die neuen Regeln. In Deutschland unterliegen die Dividenden der Abgeltungsteuer von 25 %, auf die die chinesische Quellensteuer angerechnet werden kann.
Seit 2025 belohnt der Staat ausländische Investoren außerdem für Reinvestition. Am 27. Juni 2025 führten Finanzministerium, Steuerverwaltung und Handelsministerium eine Steuergutschrift von 10 % der Gewinne ein, die ein ausländischer Investor in geförderte Branchen in China zurückinvestiert. Die Gutschrift mindert künftige Quellensteuern auf Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren. Die Regel gilt vom 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2028, und die Investition muss mindestens fünf Jahre gehalten werden.
Fachleute von Murblz übernehmen die Firmengründung in China und die Wahl des Steuerstatus: siehe Firmengründung in China, für Bankkonten einer chinesischen Firma Geschäftskonten in China.
Mehrwertsteuer in China 2026: das neue Gesetz, Sätze und Schwellen
Seit 1. Januar 2026 tragen Kondome und Verhütungspillen in China 13 % Mehrwertsteuer, nachdem sie seit 1993 befreit waren. So spiegelt das neue Mehrwertsteuergesetz der Volksrepublik vom 25. Dezember 2024 den Wandel der Bevölkerungspolitik: Krippen und Kindergärten, Altenheime, Dienste für Menschen mit Behinderung und Heiratsvermittlungen wurden stattdessen befreit.
Das Gesetz ersetzte die vorläufige Verordnung von 1993, die Details regeln die mit Staatsratsdekret Nr. 826 vom 25. Dezember 2025 beschlossenen Durchführungsbestimmungen. Die Sätze haben sich nicht geändert.
| Was verkauft wird | Satz |
|---|---|
| Waren, Importe, Reparaturen, Vermietung von Ausrüstung und Fahrzeugen | 13 % |
| Transport, Postdienste, Bau, Verkauf und Vermietung von Immobilien, Agrarprodukte, Wasser, Gas, Bücher | 9 % |
| Die meisten Dienstleistungen: Informationstechnik, Beratung, Finanzen, Werbung, Verkauf immaterieller Vermögenswerte | 6 % |
| Exporte von Waren und einige vollständig im Ausland verbrauchte Dienstleistungen | 0 % |
| Kleine Unternehmen mit vereinfachter Methode | 3 %, bis Ende 2027 nur 1 % |
Zur Mehrwertsteuer kommen örtliche Zuschläge: die Städtebausteuer (7 % des Mehrwertsteuerbetrags in Städten, 5 % in Kreisen, 1 % anderswo) und zwei Bildungsabgaben von 3 % und 2 %. In einer Stadt ergibt das 12 % der fälligen Mehrwertsteuer zusätzlich.
Ab welchem Umsatz Mehrwertsteuer gilt
Die Schwelle für allgemeine Steuerpflichtige liegt bei 5 Millionen Yuan, etwa 740.000 $ Umsatz in 12 Monaten. Darunter gilt eine Firma als kleiner Steuerpflichtiger: Sie zahlt 3 % vom Umsatz ohne Vorsteuerabzug, bis 31. Dezember 2027 gesenkt auf 1 %. Bei Verkäufen von höchstens 100.000 Yuan im Monat oder 300.000 im Quartal fällt gar keine Mehrwertsteuer an.
Über 5 Millionen Yuan ist die Anmeldung als allgemeiner Steuerpflichtiger Pflicht. Ein allgemeiner Steuerpflichtiger berechnet den vollen Satz, zieht aber die Mehrwertsteuer der Lieferanten ab und kann besondere Steuerrechnungen ausstellen, die große Käufer für ihren eigenen Abzug brauchen.
Mehrwertsteuer auf ausländische Dienstleistungen und Exporte
Kauft eine chinesische Firma eine Dienstleistung bei einer ausländischen, die in China verbraucht wird, behält der chinesische Zahler die Mehrwertsteuer ein, meist 6 %, und führt sie ab. Für ausländische Software- und Beratungsanbieter bedeutet das, dass die Mehrwertsteuer von der Zahlung abgeht, bei Lizenzen und Lizenzgebühren zusätzlich die Quellensteuer.
Exporteure erhalten Vorsteuer zu Erstattungssätzen von 0 % bis 13 % je nach Produkt zurück. Der Staat nutzt die Erstattung als politischen Hebel: Ab 1. April 2026 wurde die Erstattung für Solarmodule und verwandte Produkte abgeschafft, die Erstattung für Batterien sank von 9 % auf 6 % und entfällt am 1. Januar 2027.
Wie Touristen die Mehrwertsteuer zurückerhalten
Nach am 27. April 2025 angekündigten Regeln vereinfachte China den steuerfreien Einkauf für ausländische Touristen: Der Mindesteinkauf beträgt 200 Yuan in einem Laden an einem Tag statt 500, und bis 20.000 Yuan können bar erstattet werden. Die Erstattung auf gewöhnliche Waren beträgt 11 % des Preises. Ausgezahlt wird bei der Ausreise, in einigen Läden großer Städte wie Shanghai, Peking, Guangzhou und Shenzhen direkt an der Kasse.
Wir berechnen Ihre Steuern online
Im Chat fragen wir nach Ihrem Einkommen und Ihrer Ansässigkeit und schicken Ihnen die Berechnung.
Steuern für Einzelunternehmer, Freiberufler, Informationstechnik und Zuzügler in China
Ein Ausländer kann sich in China nicht als Einzelunternehmer anmelden: Der Status des Einzelgewerbes steht nach den Registrierungsregeln nur chinesischen Staatsbürgern offen, einschließlich Einwohnern Hongkongs, Macaus und Taiwans. Ein ausländischer Unternehmer braucht eine Firma, meist eine mit 100 % ausländischem Kapital.
Die gute Nachricht: Eine kleine Firma mit ausländischem Kapital zahlt fast wie in einem vereinfachten Regime. Rechenbeispiel: Eine Beratungsfirma mit 3 Millionen Yuan Jahresumsatz und 600.000 Yuan Gewinn zahlt etwa 30.000 Yuan Mehrwertsteuer zu 1 % und 30.000 Yuan Körperschaftsteuer zu 5 %, plus örtliche Zuschläge zur Mehrwertsteuer. Beide Erleichterungen laufen bis Ende 2027. Die größeren Kosten sind Buchhaltung, die Pflichtprüfung des Jahresabschlusses und Sozialbeiträge für Mitarbeiter.
| Regime | Satz | Für wen |
|---|---|---|
| Firma mit ausländischem Kapital als kleines Unternehmen | Mehrwertsteuer 1 % + Körperschaftsteuer 5 % | Kleines Handels-, Beratungs- oder Softwaregeschäft mit Umsatz bis 5 Millionen Yuan |
| Firma mit ausländischem Kapital und Hightech-Status | Körperschaftsteuer 15 % | Informationstechnik und Produktion mit Patenten und Forschungsausgaben |
| Freihandelshafen Hainan | Körperschaftsteuer 15 %, Einkommensteuer höchstens 15 % | Firmen in geförderten Branchen und Fachkräfte, die 183 Tage im Jahr auf der Insel leben |
| Großraum Guangdong–Hongkong–Macau | Einkommensteuer effektiv 15 % | Ausländische Fachkräfte in 9 Städten der Provinz Guangdong |
| Erstattungen für Zuzügler | 0 % auf Wohnung, Schule, Sprache | Ausländische Mitarbeiter chinesischer Firmen, bis Ende 2027 |
| Einzelgewerbe | 5–35 % | Nur chinesische Staatsbürger |
Freiberufler und digitale Nomaden
China hat kein Sonderregime für Freiberufler oder digitale Nomaden. Eine Anstellung erfordert eine Arbeitserlaubnis und einen Aufenthaltstitel zum Arbeiten, und ein Visum für Fernarbeit, wie es Thailand oder Indonesien anbieten, erteilt China nicht. Zur Fernarbeit in Asien siehe Steuern in Thailand und Steuern in Vietnam.
Graue Modelle mit Zahlungen auf eine private Karte werden riskanter. Seit 20. Juni 2025 gilt das Staatsratsdekret Nr. 810 über Steuermeldungen von Internetplattformen. Marktplätze, Bestelldienste und Plattformen für Gelegenheitsarbeit melden der Steuerbehörde vierteljährlich Identität und Einkünfte von Verkäufern und Arbeitenden; die ersten Meldungen gingen im Oktober 2025 hinaus. Einkünfte von Kurieren, Fahrern und Haushaltshilfen werden nicht gemeldet, wenn sie keine Steuer schulden oder befreit sind.
Erleichterungen für Fachkräfte im Großraum der Bucht und auf Hainan
In 9 Städten des Großraums, darunter Guangzhou und Shenzhen, erstatten die Behörden von Guangdong und Shenzhen qualifizierten ausländischen Spitzen- und Mangelfachkräften die Differenz zwischen chinesischer Steuer und Steuer nach Hongkonger Regeln. Der Zuschuss ist steuerfrei, und das Programm wurde bis 31. Dezember 2027 verlängert.
Auf Hainan wird Einkommensteuer über 15 % für ausgewählte Fachkräfte erlassen; Finanzministerium und Steuerverwaltung haben die Erleichterung bis Ende 2027 verlängert. Bedingung sind 183 Tage im Jahr auf der Insel. Seit August 2025 zählen Dienstreisen und Urlaub außerhalb der Insel zu diesem Zeitraum, mindestens 90 Tage müssen aber physisch auf Hainan verbracht werden.
Steuern auf Immobilien, Autos, Erbschaften, Aktien und Krypto in China
Fast nirgends in China gibt es eine jährliche Steuer auf eine selbst genutzte Wohnung: Eine landesweite Wohnimmobiliensteuer wird seit über einem Jahrzehnt diskutiert, existiert aber seit 2011 nur in zwei Pilotstädten, Shanghai und Chongqing. Kauf und schneller Wiederverkauf sind dagegen teuer.
| Situation | Steuer 2026 |
|---|---|
| Kauf einer ersten oder zweiten Wohnung bis 140 Quadratmeter | Grunderwerbsteuer 1 % |
| Kauf einer Wohnung über 140 Quadratmeter | 1,5 % für eine erste Wohnung, 2 % für eine zweite |
| Kauf anderer Immobilien | 3–5 % je nach Provinz |
| Verkauf einer Wohnung nach weniger als 2 Jahren Eigentum | Mehrwertsteuer 3 % des vollen Verkaufspreises (vor 2026 waren es 5 %) |
| Verkauf einer Wohnung nach 2 Jahren oder mehr | Keine Mehrwertsteuer |
| Einkommensteuer beim Verkauf | 20 % des Gewinns oder 1–3 % des Preises, wenn Kosten nicht belegt werden; 0 % für die einzige Wohnung der Familie nach 5 Jahren oder mehr |
| Vermietung einer Wohnung | Einkommensteuer 10 % nach Abzug von 800 Yuan oder 20 % für Ausgaben |
| Gewerbeimmobilien | Grundsteuer 1,2 % im Jahr auf die ursprünglichen Kosten abzüglich 10–30 % oder 12 % der Mieteinnahmen |
| Eigentum an einer Wohnung (außerhalb der Pilotstädte) | Keine jährliche Steuer |
Die Senkung der Mehrwertsteuer auf schnelle Wiederverkäufe von 5 % auf 3 % und die Befreiung nach zwei Jahren Eigentum im ganzen Land einschließlich Peking, Shanghai, Guangzhou und Shenzhen legten Finanzministerium und Steuerverwaltung ab 1. Januar 2026 fest. Die ermäßigte Grunderwerbsteuer von 1 % für Wohnungen bis 140 Quadratmeter gilt seit 1. Dezember 2024.
Ein Ausländer kann in China in der Regel nur eine Wohnung kaufen, nur zur Eigennutzung und nur, solange er im Land arbeitet oder studiert; die örtlichen Regeln unterscheiden sich. Zur Anlage in chinesische Immobilien siehe Anlageimmobilien in China.
Autosteuern
Die Steuer beim Fahrzeugkauf beträgt 10 % des Preises ohne Mehrwertsteuer. Elektroautos und Plug-in-Hybride zahlen 2026–2027 die Hälfte, 5 %, mit einer Obergrenze der Erleichterung von 15.000 Yuan pro Auto; 2024–2025 waren sie bis 30.000 Yuan befreit. Die jährliche Kfz-Steuer hängt vom Hubraum eines Pkw ab und reicht von 60 bis 5.400 Yuan im Jahr. Reine Elektroautos sind befreit.
Erbschaften, Schenkungen, Aktien und Krypto
China hat keine Erbschaft- oder Schenkungsteuer. Die Ausnahme ist die Schenkung einer Immobilie an jemanden, der kein naher Verwandter ist: Der Empfänger zahlt 20 % Einkommensteuer.
Privatpersonen zahlen derzeit keine Steuer auf Gewinne aus Aktienverkäufen an den Börsen Shanghai und Shenzhen, der Verkäufer zahlt 0,05 % Stempelsteuer auf das Geschäft. Dividenden auf diese Aktien werden nach Haltedauer besteuert: über ein Jahr 0 %, ein Monat bis ein Jahr 10 %, unter einem Monat 20 %. Gewinne eines Ansässigen an ausländischen Börsen werden mit 20 % besteuert.
Kryptohandel und Mining sind in China nach Bekanntmachungen der Volksbank und anderer Behörden von 2021 verboten, eigene Steuerregeln für Krypto gibt es nicht. Die Steuerbehörden können Gewinne eines Ansässigen aus dem Verkauf von Kryptowerten als Einkünfte aus der Übertragung von Vermögen mit 20 % besteuern.
Steuern für Nichtansässige und das Steuerabkommen zwischen China und Deutschland
Zwischen Deutschland und China gilt das Doppelbesteuerungsabkommen vom 28. März 2014, anzuwenden seit 1. Januar 2017. In Hongkong und Macau gilt es nicht, denn dort gilt das allgemeine chinesische Steuerrecht nicht.
Das Abkommen senkt die chinesische Quellensteuer auf Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren an in Deutschland Ansässige. Für den Abkommenssatz weist der Empfänger seine deutsche steuerliche Ansässigkeit mit einer Bescheinigung des Finanzamts nach, und der chinesische Zahler beantragt die Entlastung. Ohne Bescheinigung wird der volle Satz einbehalten, und die Rückforderung der Überzahlung ist schwieriger.
| Einkünfte aus China | Satz nach chinesischem Recht |
|---|---|
| Dividenden | 10 % für Firmen, 20 % für Privatpersonen (Ausländer ab 1. September 2026) |
| Zinsen auf Darlehen | 10 % für Firmen, 20 % für Privatpersonen |
| Lizenzgebühren und Lizenzentgelte | 10 % für Firmen |
| Gehalt eines Nichtansässigen für Arbeit in China | 3–45 % nach Monatsskala |
Quellensteuer für ausländische Firmen
Eine ausländische Firma ohne Präsenz in China zahlt chinesische Steuer nur auf passive Einkünfte: 10 % auf Dividenden, Zinsen, Lizenzgebühren und Verkäufe von Anteilen an chinesischen Firmen, einbehalten von der chinesischen Seite. Hat sie eine Betriebsstätte, etwa ein Büro oder ein langes Projekt, wird der Gewinn der Betriebsstätte mit 25 % besteuert.
Fernarbeit für einen deutschen Arbeitgeber aus China
Wer aus China für einen deutschen Arbeitgeber arbeitet, riskiert eine Doppelbesteuerung: China besteuert Einkünfte für Arbeit, die physisch auf seinem Gebiet geleistet wird, und solange in Deutschland ein Wohnsitz besteht, bleibt man dort unbeschränkt steuerpflichtig.
Welches Land besteuern darf, regelt das Abkommen; in der Regel ist es das Land, in dem gearbeitet wird, wenn der Beschäftigte dort ansässig ist. In der Praxis braucht man dafür eine chinesische Ansässigkeitsbescheinigung, und die Position des Arbeitgebers sollte man vorab abstimmen. Mehr zum Wechsel der Ansässigkeit in unserem Artikel wie die 183-Tage-Regel funktioniert.
Prüfen wir, wo Sie Steuern zahlen
Drei Fragen im Chat zeigen, wo Sie steuerlich ansässig sind.
Fristen für Steuererklärungen in China und Strafen
Jeder Tag verspäteter Steuerzahlung kostet in China einen Zuschlag von 0,05 %, mehr als 18 % im Jahr, und Nichtzahlung wird mit dem Halben bis Fünffachen der unbezahlten Steuer bestraft. So steht es in den Artikeln 32 und 63 des Gesetzes über die Verwaltung der Steuererhebung.
Der Arbeitgeber behält die Steuer auf das Gehalt jeden Monat ein. Ein Ansässiger reicht die Jahreserklärung selbst ein, wenn Steuer geschuldet oder erstattungsfähig ist oder wenn er Einkünfte aus dem Ausland hat. Am einfachsten geht das über die Einkommensteuer-App der Steuerbehörde.
| Was einzureichen ist | Frist |
|---|---|
| Vom Gehalt einbehaltene Einkommensteuer | Arbeitgeber, bis zum 15. des Folgemonats |
| Jährliche Einkommensteuererklärung (Ausgleich) | 1. März bis 30. Juni des Folgejahres |
| Erklärung über Einkünfte aus dem Ausland | 1. März bis 30. Juni des Folgejahres |
| Mehrwertsteuer | Monatlich oder vierteljährlich, bis zum 15. des Folgemonats |
| Vorauszahlungen der Körperschaftsteuer | Vierteljährlich, innerhalb von 15 Tagen nach Quartalsende |
| Jährliche Körperschaftsteuererklärung | Bis 31. Mai des Folgejahres |
Ergibt sich am Jahresende eine Nachzahlung, kann der Ausgleich entfallen, wenn das Jahreseinkommen bis 120.000 Yuan beträgt oder die Nachzahlung bis 400 Yuan, aber nur, wenn der Arbeitgeber korrekt einbehalten hat. Die Steuerbehörde kann bei Fehlern 3 Jahre rückwirkend nachfestsetzen, bei Unterzahlungen über 100.000 Yuan 5 Jahre und bei Hinterziehung ohne Frist.
Ausländische Einkünfte im Fokus
Seit Frühjahr 2025 schicken die Steuerbehörden in Zhejiang, Hubei, Shandong und Shanghai Ansässigen Aufforderungen zur Selbstprüfung ausländischer Einkünfte, und im Januar 2026 forderte die Staatliche Steuerverwaltung Ansässige auf, ihre ausländischen Einkünfte für 2022–2024 zu prüfen: Gehälter, Zinsen, Dividenden und Aktiengewinne. China erhält Daten über ausländische Konten nach dem internationalen Standard für den automatischen Informationsaustausch.
Für einen Ausländer schützt die Sechsjahresregel ausländische Einkünfte vor der Steuer, aber nur bei korrektem Antrag. Steuerschulden sind auch bei der Ausreise gefährlich: Nach Artikel 44 desselben Gesetzes kann die Steuerbehörde die Grenzkontrolle ersuchen, einen Schuldner an der Ausreise aus China zu hindern, bis die Schuld bezahlt oder gesichert ist.
Steuern in China und Deutschland im Vergleich: was das für den Umzug bedeutet
Bei mittlerem Gehalt nimmt China weniger Einkommensteuer als Deutschland, beim Spitzensatz liegen beide bei 45 %. Die Mehrwertsteuer in China liegt 6 Prozentpunkte unter der deutschen, die Körperschaftsteuer ist mit 25 % höher als die deutschen 15 % ohne Gewerbesteuer, für Kleinunternehmen in China aber mit 5 % niedriger.
| Steuer 2026 | China | Deutschland | Hongkong |
|---|---|---|---|
| Einkommensteuer | 3–45 % | 14–45 % nach einem Grundfreibetrag von 12.348 € | 2–17 %, aber höchstens 15–16 % des Einkommens |
| Spitzensatz ab | 960.000 Yuan im Jahr, etwa 150.000 $ | 277.826 € im Jahr | 16 % auf Einkommen über 5 Millionen Hongkong-Dollar |
| Mehrwertsteuer | 13 % | 19 % | keine |
| Körperschaftsteuer | 25 %, Kleinunternehmen 5 % | 15 % plus Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer | 8,25 % / 16,5 % |
| Dividenden an Privatpersonen | 20 % | 25 % plus Solidaritätszuschlag | 0 % |
| Erbschaftsteuer | keine | ja, nach Steuerklasse | keine |
Wem Chinas Steuern passen
Angestellten chinesischer Firmen mit mittlerem Gehalt und Kindern: Abzüge für Bildung, Miete und Eltern senken die Steuer spürbar. Zugezogenen, deren Arbeitgeber Wohnung und Schulgeld als Erstattung zahlt: Bis Ende 2027 sind diese Beträge steuerfrei. Und kleinen Unternehmen in Form einer Firma in vollständig ausländischem Besitz: 5 % Körperschaftsteuer und 1 % Mehrwertsteuer ergeben eine Belastung wie bei einem vereinfachten Regime.
Wem sie nicht passen
Führungskräften und Unternehmern mit mehr als 960.000 Yuan im Jahr: Jeder weitere Yuan wird mit 45 % besteuert, während im benachbarten Hongkong die Gehaltssteuer 15–16 % nicht übersteigt und in Singapur der Spitzensatz niedriger ist. Ausländischen Eigentümern chinesischer Firmen, die von steuerfreien Dividenden lebten: Ab 1. September 2026 sind das 20 %. Anlegern mit großem Portfolio im Ausland, die länger als sechs Jahre in Folge in China leben wollen. Und Fernarbeitenden ohne Arbeitserlaubnis: China bietet ihnen keinen legalen steuerlichen Status.
Wo man anfängt
Entscheiden Sie zuerst, wo die steuerliche Ansässigkeit liegen soll und über welche Struktur die Einkünfte fließen, und registrieren Sie erst dann eine Firma und eröffnen Konten. Fachkräfte von Murblz prüfen chinesische Partner (Prüfung von Geschäftspartnern in China), helfen bei Privatkonten in China und der Firmengründung in verschiedenen Ländern und arbeiten in den Schritten, die eine Lizenz erfordern, mit lokal zugelassenen Partnern zusammen. Einen konkreten Fall prüft die Rechtsbegleitung von Murblz.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Einkommensteuer in China für Ausländer?
Wie viel Steuer wird in China vom Gehalt abgezogen?
Wie hoch ist die Mehrwertsteuer in China 2026?
Wie hoch ist die Körperschaftsteuer in China?
Kann sich ein Ausländer in China als Einzelunternehmer registrieren?
Besteuert China Einkünfte aus Deutschland und anderen Ländern?
Haben Deutschland und China ein Doppelbesteuerungsabkommen?
Wie erhalten Touristen in China die Mehrwertsteuer zurück?
Leistungen
Leistungen von Murblz: China
Der Steuersatz ist nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte: wo die Firma sitzt, wo das Geld liegt und wer die Buchhaltung einreicht. Murblz-Spezialisten helfen dabei im selben Land. Der Preis wird vor Arbeitsbeginn schriftlich festgelegt.
Siehe auch
Verwandte Programme und Ziele
Ähnliche Ziele:
Artikel über dieses Land
Sie möchten das nicht allein klären?
Wir begleiten den gesamten Prozess von Anfang bis Ende: wir prüfen Ihre Unterlagen, wählen ein Programm für Ihre Situation und nennen ehrliche Fristen und Kosten. Stellen Sie Ihre Frage im Chat – die kostenlose Beratung beginnt gleich hier. Die rechtliche Vertretung vor Behörden und Gerichten übernehmen Murblz-Spezialisten gemeinsam mit lokal zugelassenen Partnern.
Der Murblz-Berater antwortet sofort im Chat auf dieser Seite. Schildern Sie Ihre Situation, wir klären sie gemeinsam.
Kostenlose BeratungOder schreiben Sie uns auf Telegram →